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Buchsbaumzünsler wird zur Plage: Das hilft gegen den gefräßigen Schädling

Der Buchsbaumzünsler wurde vermutlich mit Pflanzen aus China oder Korea importiert und verbreitet sich nun epidemieartig in unserer Gegend. Der Buchsbaumzünsler wurde vermutlich mit Pflanzen aus China oder Korea importiert und verbreitet sich nun epidemieartig in unserer Gegend. - © LK Vlbg.
von Simon Vonbank (VOL.AT) - Rankweil – Gartenexperte Herbert Geringer gibt Tipps, wie man den Buchsbaumzünsler erfolgreich bekämpfen kann – und erklärt, was Vorarlberg noch blüht.

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Der Buchs ist eine der ältesten Kulturpflanzen im Garten, dessen Geschichte über 1.500 Jahre zurück reicht. Der Buchsbaumzünsler wurde vermutlich mit Pflanzen aus China oder Korea importiert und verbreitet sich nun epidemieartig in unserer Gegend. „Der Buchsbaumzünsler ist ein Schädling der nicht nur wirtschaftlich Schäden anrichtet, sondern auch emotionale“, so Herbert Geringer.

Raupe Nimmersatt wird bis zu fünf cm lang

Der Falter selbst versteckt sich immer in Sträuchern und befällt dann den Buchsbaumstrauch. „Er legt seine Eier tief in den Strauch, dann schlüpfen kleine Larven, die durch ihre Gefräßigkeit bis zu fünf Zentimeter lang werden“, erklärt Geringer. In Vorarlberg sind derzeit zwei Generationen, in Deutschland bereits drei und in China bis zu sechs.

Was tun bei Befall?

„Die Möglichkeit den Buchsbaum zu entsorgen löst das Problem nicht. Wir können Zierpflanzen mit einem systemischen Mittel erfolgreich spritzen“, sagt Geringer. Die Pflanze übernimmt dabei das Mittel und der Schädling geht ein. Wichtig ist rechtzeitig, idealerweise präventiv zu spritzen. Die zweite Möglichkeit – für all jene die nicht auf chemische Mittel zurückgreifen wollen – ist absammeln und den Strauch mit einem Hochdruckreiniger durchspritzen. Solange nur die Blätter angefressen sind, regeneriert sich der Buchs wieder, erklärt Geringer. Schwieriger ist die Situation, wenn alle Blätter abgefressen sind und der Buchsbaumzünsler bereits an der Rinde ist. Sofern die Pflanze nicht mehr zu retten ist, erfolgt die Entsorgung grundsätzlich über Grünkompost, besser sei es jedoch, die tote Pflanze zu verbrennen.

Welche Hausmittel wirken?

Ein Leser von VOL.AT namens mexxx hat den Vorschlag gemacht, Zigarettenstummel ein paar Tage in Wasser einzuweichen und den Sud abgesiebt auf die betroffenen Pflanzen zu sprühen. „Ob das hilft, weiß ich nicht, allerdings ist Nikotin ein tödliches Gift“, so Geringer. Da der Buchsbaumzünsler erst seit zwei bis drei Jahren in unserer Gegend ist, können entsprechende Hausmittel auf keine lange Erfahrung zurückblicken. Daher ist es schwer zu sagen, ob derlei Mittel helfen.

Wie sieht die Zukunft aus?

Geringer hat beobachtet, dass sich die Buchsbaumzünsler in der ersten Phase, also im ersten Jahr, stark verbreiten und der Befall im zweiten Jahr bereits etwas geringer ist. Er geht davon aus, dass die Natur eine eigene Strategie entwickeln wird und der Buchsbaumzünsler in absehbarer Zeit kein Problem mehr sein wird. „Wenn wir vernünftig sind und mit Hausverstand spritzen, sodass die Umwelt nicht stark belastet wird, bekommen wir das gut in den Griff.“ Wichtig sei auch, die Dosierung nicht zu erhöhen. Dies Schade nur der Umwelt, sei jedoch keineswegs effektiver.

Gibt es Alternativen zum Buchsbaum?

„Die Klöster haben früher mit dem Buchs ihre Gärten strukturiert. Aber auch für Ornamente war und ist diese Pflanze sehr willkommen. Mittlerweile wird sie gerne verwendet, weil sie immergrün ist und andere Pflanzen wie Tulpen, Narzissen oder ähnliches davor besonders schön zur Geltung kommen“, so der Gartenexperte. Er sieht keine Alternative und ist davon überzeugt, dass man das Problem mit dem Buchsbaumzünsler in den Griff bekommt.

Tipps von Gartenexperte Geringer:

Dieses Video steht leider nicht mehr zur Verfügung- weitere Videos finden Sie auf www.vol.at/video


(SVO)

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Ort: Stiegstraße 49-55, 6830, Rankweil
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.gartenparkgeringer.at

Kreativität und Können – Geringer hat sich als Pflanzen-Profi einen Top-Namen erarbeitet.

Herbert Geringer führt durch den Bürotrakt seines Gartenparks. An der Wand hängen Bilder, die die Anfänge des Familienbetriebes zeigen. Klein habe alles begonnen. Heute hat Geringer auf 3 Hektar ein Gartenparadies, das alleine zur Adventausstellung 15.000 Besucher nach Rankweil lockte. 7 Hektar Produktionsfläche gehören auch noch dazu, auf den Bildern sind sie nicht zu sehen. Dafür blättert Herbert Geringer in einem großen Fotoalbum. Die Bilder zeigen ihn mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Mit Frank Stronach ist er ebenso zu sehen wie mit Herbert Sausgruber oder Franz Rauch. Dabei ist Geringer alles andere als ein Adabei. Er ist Garten-Profi und leidenschaftlicher Unternehmer. Und er ist so bekannt, wie kaum ein anderer Vorarlberger. Vor zwei Jahren hat Herbert Geringer die Firma seinem Sohn Christoph übergeben. An seinem Engagement für den Familienbetrieb ändert das aber nichts. Schließlich hat er den Betrieb zu dem gemacht, was er heute ist. Auf zwei Geschäftsfelder konzentriert sich das Unternehmen im Wesentlichen. Zierpflanzen und Geschenke steuern rund die Hälfte des Umsatzes bei, Gartengestaltung ist das zweite wichtige Standbein. 2009 sei ein gutes Jahr, sagt der Senior-Chef. Man liege auf Plan. Es bewähre sich, dass der bisherige zweite Standort in Niederösterreich an einen Mitarbeiter verpachtet wurde. So kann sich Geringer ganz auf den Stammsitz konzentrieren. Hier punktet das Team von Geringer mit der großen Beratungs-Kompetenz und dem gut sortierten Angebot. „Wir legen großen Wert auf die Ausbildung unserer Mitarbeiter“, so Vorarlbergs bekanntester Gärtner. Zukunfts-Chancen Herbert Geringer ist auch für die Zukunft sehr optimistisch. Garten werde immer mehr zum Lebensraum und auch im öffentlichen Raum sieht er noch großen Nachholbedarf. Deshalb wird auch weiter in den Betrieb investiert. Im Winter wird ein Gebäude abgerissen und durch ein neues ersetzt. Wenn Herbert Geringer von den Chancen und der Bedeutung von Pflanzen spricht, dann gerät er ins Schwärmen. Genau dieses Herzblut hat ihn so erfolgreich gemacht. Und es verspricht dem Gartenpark auch zukünftig blühende Geschäfte. Michael Gasser weiterlesen »
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