9. August 2012 07:52; Akt.: 9.08.2012 07:52

Buchsbaumzünsler frisst die heimischen Gärten kahl: Hilfe-Anfragen häufen sich

Der Schädling frisst sich durch Vorarlberg Der Schädling frisst sich durch Vorarlberg - © LK Vlbg.
von Simon Vonbank (VOL.AT) - Bregenz. – Seuchenartig verbreitet sich der Buchsbaumzünsler über ganz Vorarlberg. Die Gärtnereien spüren je nach Region einen mehr oder minder starken Kaufrückgang bei den Buchsbäumen.

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„Wir haben pro Woche bis zu 50 Anfragen zu diesem Thema“, erklärt Marcel Brunner von der Gärtnerei Brunner in Höchst. Dabei handle es sich jedoch meist um Spritzanfragen, da die Kunde die Informationen über den Schädling schon vorab aus dem Internet holen. Die Menge der Anfragen verdeutlichen die Problematik. Mittlerweile tritt der Buchsbaumzünsler nicht mehr partiell auf, sondern hat sich über ganz Vorarlberg verbreitet. Treffen kann es dabei jeden und das jederzeit. „Keiner bleibt verschont“ informiert Gebhard Kopf von der Gärtnerei Augarten in Frastanz. Im Oberland sei die Situation seit 2 bis 3 Wochen besonders akut. Mittlerweile werde der Buchsbaumzünsler auch in höheren Regionen gesichtet, erklärt Kopf.

Individuelle Lösungen

Das “Problem Buchsbaumzünsler” sei nur dann in den Griff zu bekommen, wenn jeder mithilft, so Martin Brunner vom Mahlerhof in Höchst. „Wenn nur ein Einzelner den Buchsbaumzünsler bekämpft, aber der Nachbar nicht, bringt das nichts“, so Martin Brunner. Dabei greift jede Gärtnerei zu anderen Methoden. Die einen schwören auf die chemische Keule, andere wiederum empfehlen die mechanische Variante mit dem Abspritzen und Absammeln und wiederum andere nehmen ein biologisches Mittel. Dieses sei jedoch für den Endkunden nicht erhältlich weshalb eine Gärtnerei das Spritzen übernehmen müsse, sagt Marcel Brunner.

Bekommt man den Buchsbaumzünsler überhaupt noch in den Griff?

Um den Buchsbaumzünsler in den Griff zu bekommen, wird es nach Angaben der Gärtner noch einige Zeit dauern. Von ein paar Jahren ist hier die Rede. „Ganz wird man ihn vermutlich nie weg bekommen“, meint Marcel Brunner. Allerdings wird die Natur dies irgendwann regulieren. Zwischenzeitlich sollte jeder Buchsbaumbesitzer Maßnahmen ergreifen und nicht zu lange warten. Damit kann man zumindest den Schädling aus dem eigenen Garten vertreiben.

Kein Ersatz für einen Buchsbaum

Einen wirklichen Ersatz für den Buchsbaum gibt es nicht. Umso problematischer ist die Situation mit dem Schädling. Eine leichte Besserung soll in der nächsten Zeit eintreten, da dann die zweite Welle vorüber ist. Allerdings erwarten die Experten in diesem Jahr noch eine dritte Welle. Zwischenzeitlich verzeichnen die Gärtnereinen im Land einen teils mehr teils weniger starker Rückgang bei den Buchsbaumkäufen.

(SVO)

Herbert Geringer im Interview

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