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Ausgeraubte Taxilenkerin: "Lasse mich jetzt nicht unterkriegen"

Ausgeraubte Taxilenkerin: "Lasse mich jetzt nicht unterkriegen"
von Martina Zudrell - (VN) Hard - Überfall auf 64-jährige Taxilenkerin in der Nacht auf Montag: Mit den VN spricht die Dornbirnerin über den Vorfall.

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Die Horrorvorstellung für jeden Taxilenker wurde in der Nacht auf Montag für Silvia Albrecht brutale Realität. Vier unbekannte Männer haben in der Nacht auf Montag in Hard die 64-jährige Taxifahrerin ausgeraubt. Anstatt nach einer Fahrt die Rechnung zu bezahlen, würgten und schlugen sie die Frau, entwendeten eine Geldtasche mit rund 330 Euro und flüchteten.

“Es ging alles sehr schnell”

Die Dornbirnerin fuhr mit den vier Männern gegen 0.20 Uhr vom Bahnhof Bregenz zum Strandbad nach Lochau. Als es zum Zahlen der Rechnung kam, gab es Probleme: „Die vier Männer waren nicht in der Lage, die rund 15 Euro zu bezahlen“, erzählt sie am Montagnachmittag gegenüber den VN. Nach einer zehnminütigen Diskussion war Albrecht klar, „dass hier etwas faul ist.“ In diesem Moment spürte sie schon von hinten den Arm um ihren Hals. „Dann ging alles ganz schnell - einer der Männer würgte mich von hinten, die anderen schlugen auf mich ein“, erinnert sie sich. Angst um ihr Leben hatte sie nicht, dafür war keine Zeit. Die Täter flohen nach ihrem Angriff mit ihrer Geldtasche. Das Opfer ließen sie verletzt im Auto zurück. Ein blaues Auge und starke Schmerzen im Kopfbereich erinnern sie an den Raubüberfall.

Seit zehn Jahren arbeitet sie als Aushilfs-Taxilenkerin. Und ihr Job macht ihr Spaß. Schon am Freitag kehrt sie zurück und setzt sich hinters Steuer. Ob Angst mit dabei sein wird? „Nein, maximal ein mulmiges Gefühl“, stellt sie klar: „Ich lasse mich nicht unterkriegen. Ein Risiko gibt es immer, aber ich habe Spaß an meiner Arbeit und solche Situationen sind Gott sei Dank eine Seltenheit. Das war einfach Pech.“

„Ein bestimmtes Risiko birgt fast jeder Beruf, in dem man mit Menschen zu tun hat“, erklärt Anton Gantner, Fachgruppenobmann der Taxifahrer und verweist auf Tankstellen, Wettbüros und Postfilialen. Zwar werden Taxilenker im Rahmen ihrer Ausbildung auf genau solche Zwischenfälle vorbereitet, doch in der Realität ist es oft anders. Diese Erfahrung musste Silvia Albrecht nun machen. Als einzige Lösung, um Täter vor solchen Übergriffen abzuschrecken, sieht sie in der Videoüberwachung jedes einzelnen Taxis. Und natürlich, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Doch derzeit fehlt den Beamten eine heiße Spur zu den vier Tätern. Die Täter werden als etwa 18 Jahre alt beschrieben. Sie unterhielten sich in ausländischer Sprache, die das Opfer keinem Land zuordnen konnte. (VN)

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