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Athen will Streckung der Sparauflagen um 2 Jahre

Griechenland will bei seinen internationalen Geldgebern eine Streckung der neuesten Sparauflagen um mindestens zwei Jahre erwirken. Das teilte das Finanzministerium am Donnerstag in Athen mit. Es geht um Sparmaßnahmen in Höhe von 11,5 Mrd. Euro in den Jahren 2013 und 2014. Dies bestätigte auch der Regierungssprecher Simos Kedikoglou.

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"Unser Ziel der Neuaushandlung (der Fristen und Ziele des Sparpaktes) werden wir erreichen", sagte Kedikoglou in Athen. Wann diese Forderung offiziell den Gremien in der EU vorgelegt werden soll, wollte er nicht sagen.

Griechenland hofft auf Geldspritzen

In den Brüsseler EU-Institutionen äußerten sich Experten am Donnerstag zurückhaltend zu dem Ansinnen Griechenlands. Sie verwiesen auf einen Zeitplan, der beim Euro-Finanzministertreffen zu Wochenbeginn noch einmal bestätigt wurde. Demnach wird die Troika mit internationalen Finanzfachleuten noch im laufenden Monat nach Athen zurückkehren, um gründlicher und länger als bisher zu untersuchen, ob sich Athen an die Verpflichtungen des zweiten Hilfsprogramms von 130 Mrd. hält.

Das Land hofft auf Geldspritzen im August und September in Höhe von 12,5 Mrd. Euro. Vom Urteil der "Troika" aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hängt jeweils die Auszahlung neuer Hilfszahlungen ab.

Hellas-Arbeitslose auf Rekordhöhe

Allerdings ist den Griechen bewusst, dass sie zunächst damit beginnen müssen, bereits getroffene Zusagen einzulösen. Andernfalls seien die Geldgeber nicht mehr bereit, mit Athen zu verhandeln, hieß es. Darunter sind nach Informationen aus Kreisen des Finanzministeriums zahlreiche Privatisierungen. Das Ziel, bis zum Jahresende 3,2 Mrd. Euro zu kassieren sei jedoch "nicht realistisch".

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland bleibt indes auf Rekordhöhe. Die Arbeitslosenquote betrug im April 22,5 Prozent, nach 16,2 Prozent ein Jahr zuvor. Bereits im ersten Quartal 2012 hatte die Arbeitslosigkeit die 22,6 Prozent erreicht. Arbeitslose erhalten in Griechenland nur ein Jahr lang Arbeitslosengeld. Danach ist keine Unterstützung mehr vorgesehen. Der größte griechischen Gewerkschaftsverband (GSEE) warnte abermals vor einer "sozialen Explosion".

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