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16. Philosophicum Lech diskutiert 2012 über Tiere

Kulturwissenschaftliches Symposium von 19. bis 23. September in Lech. Kulturwissenschaftliches Symposium von 19. bis 23. September in Lech. - © VOL.AT/Steurer
Das 16. Philosophicum Lech wird tierisch. Von 19. bis 23. September 2012 debattieren in Lech Philosophen, Biologen, Verhaltensforscher und Kulturhistoriker.

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Unter dem Titel “Tiere. Der Mensch und seine Natur” wird über die Ähnlichkeit zwischen Mensch und Tier, die Rechte von Tieren, die menschliche Natur und ob man Tiere essen darf, diskutiert.

Kaum ein Thema hat in den vergangenen Jahren so viel Erregung, Aufsehen und Erbitterung hervorgerufen wie die Frage nach dem Umgang des Menschen mit dem Tier”, so der wissenschaftliche Leiter, Konrad Paul Liessmann.

Nach einem philosophisch-literarischen Vorabend mit Michael Köhlmeier und Konrad Paul Liessmann zum Thema “Tier-Menschen” beginnt das Philosophicum am 20. September mit der Podiumsdiskussion “Magna-Impulsforum” mit Vertretern aus der Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kunst zum “Gebrauch der Tiere”. Es folgt die offizielle Eröffnung, zu der auch Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) und Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (V) erwartet werden. Es folgt eine von Liessmann gestaltete Einführung ins Thema und der Appell “Wir brauchen eine neue Ethik” des Theologen Eugen Drewermann.

Am 21. September sind die Vorträge von Markus Wild “Der Mensch und andere Tiere” sowie der Schriftstellerin und Biologin Andrea Grill zur Erfindung des Haustiers vorgesehen, zudem werden die Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl und Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder über Tiere in Literatur und Kunst sprechen. Der Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal geht in seinem Vortrag am 22. September der Frage nach, warum Menschen mit anderen Tieren sozial sein wollen und können. Im Anschluss referiert der Philosoph Reinhard Brandt zur Frage, ob Tiere denken können. Den Rechten von Tieren widmet sich das Referat des Philosophen Dieter Birnbacher. Der Vortrag des Ethik-Professors Jean-Claude Wolf über “Tierethik im liberalen Staat” beschließt den Samstag.

Der an der Veterinär-Universität in Wien forschende Ethiker Herwig Grimm hat sich in seinem für den 23. September vorgesehenen Beitrag der “Suche nach dem Menschen in der Tierethik” verschrieben. “Tiere – Menschen – Maschinen. Für einen inklusiven Humanismus” ist der Titel des Vortrags des Kulturwissenschaftlers Thomas Macho, der den Reigen der Referate beschließt. Nach den Vorträgen diskutieren die Vortragenden jeweils mit “Die Presse”-Chefredakteur Michael Fleischhacker oder Liessmann über das Tagesprogramm.

Tractatus-Verleihung

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Preisverleihung der Essay-Auszeichnung “Tractatus” am 21. September. Der hoch dotierte Preis ging im Vorjahr an den deutschen Philosophen und Professor für Medienwirtschaft Norbert Bolz für sein Werk “Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht.” Mit dem Preis werden herausragende kulturwissenschaftliche Publikationen ausgezeichnet, “die philosophische Fragen in erweitertem Sinne ambitioniert und einer breiten Öffentlichkeit verständlich diskutieren”.

(APA)

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