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Zyperns Banken bleiben vorerst zu

Angesichts der drohenden Staatspleite Zyperns bleiben die Banken des Landes noch bis Dienstag geschlossen. Dies teilte die zypriotische Zentralbank in Nikosia mit. Die Banken hätten eigentlich am Donnerstag wieder öffnen sollen. Doch nachdem das Parlament in Nikosia am Dienstagabend ein mit der Eurozone ausgehandeltes Rettungspaket abgelehnt hat, steht weiter eine Lösung für Zypern aus.
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Nach dem Scheitern des Euro-Rettungspaketes hofft Zypern vor allem auf Hilfe aus Russland. Finanzminister Sarris verhandelte am Mittwoch in Moskau mit der russischen Regierung. Nach Gesprächen mit seinem russischen Kollegen Siluanow und Vize-Regierungschef Schuwalow konnte Sarris jedoch keine Einigung präsentieren. Nikosia hatte Russland um eine Verlängerung eines Kredits über 2,5 Mrd. Euro um fünf Jahre sowie um einen Zinsnachlass gebeten.

Der russische Regierungschef Medwedew kritisierte Zypern sowie die EU-Spitze. Die Europäische Union, die EU-Kommission und die zyprische Regierung verhielten sich wie ein Elefant im Porzellanladen, sagte Medwedew am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. “Mir scheint, dass alle möglichen Fehler, die in solch einer Situation gemacht werden können, bereits gemacht wurden”, sagte der Ministerpräsident.

Bei den bevorstehenden Gesprächen mit der EU-Kommission in Moskau müsse die zypriotische Finanzkrise “sehr aktiv” besprochen werden, sagte Medwedew. EU-Kommissionspräsident Barroso wurde noch am Mittwochabend in Moskau erwartet.

Auch in Zypern gingen die Beratungen weiter. Alle Parteichefs sowie der Ministerrat kamen mit Anastasiades zusammen. Dass die Banken nun weiterhin bis kommende Woche geschlossen bleiben, schürt allerdings Sorgen sowie die Angst der Kunden. “Die bittere Pille der massiven Abhebungen von Geldern werden wir sowieso schlucken müssen”, sagte ein Filialleiter einer Bank im Zentrum Nikosias.

Trotz der Gefahr eines Staatsbankrottes blieben die Finanzmärkte gelassen. Das Geld in der Staatskasse Zyperns reicht noch bis Mai. Zypern muss möglichst schnell eine Selbstbeteiligung von 5,8 Mrd. Euro am Hilfspaket aufbringen, um Notkredite von bis zu 10 Mrd. Euro von EU, EZB und IWF zu erhalten.

Um die 5,8 Mrd. Euro stemmen zu können, denkt Zypern auch an die Ausgabe von Staatsanleihen, die im eigenen Land gezeichnet werden müssten, weil Zypern keinen regulären Zugang mehr zum Kapitalmarkt hat. So habe sich die Kirche bereit erklärt, sich zu beteiligen, hieß es aus Regierungskreisen. Zudem werde auch geprüft, ob Gelder der Pensionskassen genutzt werden könnten. Überlegt werde auch, ob sich die Zwangsabgabe auf größere Bankanleihen erstrecken könnte.

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