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Zwischenfälle bei Flüchtlings-Demonstration am Brenner

Mehrere Beamte wurden verletzt
Mehrere Beamte wurden verletzt
Bei einer Demonstration gegen Grenzschließungen in Europa am Sonntag am Brenner ist es zu Zwischenfällen gekommen. "Zunächst verlief die Demonstration mit geschätzten 500 Teilnehmern friedlich, gegen Ende attackierte aber eine Gruppe von rund 50 Aktivisten österreichische Beamte", teilte ein Polizist der APA mit. Mehrere Beamte wurden verletzt. Über den Verletzungsgrad war vorerst nichts bekannt.


Unter anderem kam es zum Einsatz von Pfefferspray. Zudem habe es Festnahmen gegeben, wie viele war vorerst unbekannt. Die Gruppe von rund 50 Demonstranten hätte unter “Anwendung von Gewalt” österreichische Beamte attackiert, schilderte der Einsatzleiter. Unter anderem hätten sie Steine und Bengalische Feuer geworfen. “Die Demonstranten sind am späten Nachmittag abgezogen und auf die italienische Seite gewechselt”, schilderte der Beamte.

Menschenrechtsaktivisten aus Italien, Deutschland und Österreich hatten sich am Sonntag um 13.30 Uhr Bahnhof Brenner versammelt, um gegen Grenzschließungen in Europa zu demonstrieren. Organisiert wurde die Kundgebung von der Bewegung “Agire nella crisi” (In der Krise handeln), deren Aktivisten sich auch an einem Protestmarsch im provisorischen Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze beteiligt hatten.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) verurteilte die Gewalt gegen Polizisten “scharf”. Laut vorläufigem Stand seien fünf Beamte verletzt worden, hieß es. Insgesamt waren 100 Polizisten, der Polizeihubschrauber “Libelle”, das Rote Kreuz mit sieben Rettungstransportwägen, die Feuerwehr Gries am Brenner und Beamte des italienischen Staatsschutzes im Einsatz. “Ich hoffe, dass es der Polizei rasch gelingt, die gewalttätigen Urheber auszuforschen”, so Platter.

Es sei legitim, in der Frage der Grenzkontrollen geteilter Meinung zu sein, und es habe auch jeder das Recht, seine Meinung im Rahmen einer friedlichen Kundgebung zu äußern, argumentierte Tirols Landeschef: “Wenn dieses Recht aber für die Anwendung von Gewalt missbraucht wird, geht das zu weit und ist entschieden abzulehnen”.

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