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Zwischen Star und Superstar liegen 14/100

Hans Knauß ist zweifelsohne ein Weltklasse-Skifahrer. Drei Medaillen bei Großereignissen, sechs Weltcup-Siege und 22 Weltcup-Podestplatzierungen belegen dies ganz deutlich.

Der Schladminger ist aber auch ein Musterbeispiel für die Brutalität des Ski-Rennsports, in dem Hundertstel-Entscheidungen auf der Tagesordnung stehen. Im Fall von Hans Knauß ist der schmale Grat zwischen einem Star wie ihm und einem Superstar Marke Hermann Maier nur 14 Hundertstel breit.

Bei fünf Rennen im Rahmen von Großereignissen fehlten dem Steirer jeweils wenige Sekundenbruchteile zu einer noch besseren bzw. einer Podest-Platzierung – stellt man eine „Milchmädchenrechnung“ an, dann fehlten Knauß in Sestriere, Nagano, Vail und St. Moritz insgesamt 0,14 Sekunden zu zwei Mal Gold und drei Mal Bronze.

Die knappen Entscheidungen des “Hundertstel-Hansi” bei Großereignissen im Überblick:

WM-Super-G 1997 Sestriere: 1. Atle Skaardal (NOR) 1:29,68 – 2. Lasse Kjus (NOR) + 0,21 Sekunden – 3. Günther Mader (AUT) 0,33 – 4. Hans KNAUSS (AUT) 0,39. Um 0,06 Sekunden an Bronze vorbei.

Olympia-Riesentorlauf 1998 Nagano: 1. Hermann Maier (AUT) 2:38,51 – 2. Stephan Eberharter (AUT) 0,85 – 3. Michael von Grünigen (SUI) 1,18 – 4. Hans KNAUSS (AUT) 1,20. Um 0,02 Sekunden an Bronze vorbei.

WM-Super-G 1999 Vail: 1. Lasse Kjus (NOR) und Hermann Maier (AUT) 1:14,53 – 3. Hans KNAUSS (AUT) 0,01. Um 0,01 Sekunden an Gold vorbei.

WM-Abfahrt 1999 Vail: 1. Hermann Maier (AUT) 1:40,60 – 2. Lasse Kjus (NOR) 0,31 – 3. Kjetil-Andre Aamodt (NOR) 0,57 – 4. Hans KNAUSS (AUT). Um 0,02 Sekunden an Bronze vorbei.

WM-Riesentorlauf 2003 St. Moritz: 1. Bode Miller (USA) 2:45,93 Minuten – 2. Hans KNAUSS (AUT) + 0,03 – 3. Erik Schlopy (USA) 0,04. Um 0,03 Sekunden an Gold vorbei.

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