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Zweiter Tag im Immofinanz-Prozess in Wien: Petrikovics war "Mastermind"

Bis zum 20. Februar müssen sich die Angeklagten im Immofinanz-Prozess verantworten.
Bis zum 20. Februar müssen sich die Angeklagten im Immofinanz-Prozess verantworten. ©APA
Am zweiten Tag des Immofinanz-Strafprozesses am Wiener Landesgerichtsind auch die Angeklagten zu Wort gekommen. Mehrere Stunden stand Karl Petrikovics, ehemaliger Chef der Constantia Privatbank (CPB) und der Immo-Gesellschaften Immofinanz und Immoeast, im Fokus der Befragung. Dabei erläuterte Petrikovics dem Gericht seine Sichtweise über die hochkomplexen Vorgänge in diesen drei Gesellschaften, die er in Personalunion geführt hatte.
Nicht alle Angeklagten anwesend
Persönliche Bereicherung vorgeworfen
Am ersten Prozesstag

Er habe der Bank “jede Menge an Schäden erspart” und nicht geschädigt wie vom Staatsanwalt Volkert Sackmann behauptet, verteidigte sich ein gelassener Petrikovics vor dem Schöffensenat unter Vorsitz der Richterin Claudia Moravec-Loidolt am Mittwoch.

Petrikovics zufolge wurde ihm und seinem mitangeklagten Vorstandskollegen Norbert Gertner im März 2003 vom Aufsichtsrat das Recht eingeräumt, sich an der Immoeast mit bis zu drei bzw. zwei Prozent zu beteiligen. Auch die Finanzierung wurde damals zugesagt, nicht aber wer den Kauf finanzieren sollte. Es sei daran gedacht worden, dass dies die Immofinanz tun sollte, erinnerte sich heute Petrikovics.

Stundenlange Befragung von Petrikovics

Er habe auch Helmut Schwager, dem ehemaligen Aufsichtsratschef der CPB geraten, sich an der Immoeast zu beteiligen, was dieser über Treuhänder machte. Alle später aus diesem Geschäft erfolgten Aktienkäufe und Optionen hätten die drei “zum Wohle der Bank” vorgenommen. Petrikovics zufolge waren nur er selbst, Gertner und Schwager informiert.

Dass Ernst Hable, der ebenfalls angeklagt ist, als Treuhänder für die Aktiendeals eingesetzt wurde, begründete Petrikovics damit, dass es “zu keinen Diskussionen in der Bank” kommen sollte. Er habe drei Gesellschaften damals geführt, er könne sich nicht an jedes Detail erinnern, rechtfertigte sich der Ex-Banker heute vor dem Schöffensenat. “Die Immofinanz-Gruppe hatte damals Immobilien im Wert von 13 Mrd. Euro”, flächenmäßig umgelegt entspricht dies einer Stadt wie Graz.

Immofinanz-Prozess in Wien dauert an

Vor der rund dreistündigen Befragung von Petrikovics am Nachmittag betonte der ebenfalls angeklagte Vize-Aufsichtsratschef der Bank, Helmut Schwager, dass er Petrikovics voll vertraut hätte, der auch “Mastermind” für die gesamte Bank und die Immofinanz-Gruppe gewesen war.

Der engste Mitarbeiter von Petrikovics, Christian Thornton, sagte am Mittwoch aus, dass alle Entscheidungen auch in Tochtergesellschaften der Bank und in der Immofinanz-Gruppe von Petrikovics selbst getroffen wurden. Thornton hatte eigenen Aussagen zufolge kein Pouvoir in den Gesellschaften, wo er als Geschäftsführer bestellt war. Petrikovics betonte in einer späteren Aussage, dass Thornton mit dieser Aussage sein Licht ein wenig unter den Scheffel stelle. (APA)

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