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Zweiter Dämpfer für die FPÖ am Zug nach vorne

Nach Wien der zweite bittere Dämpfer.
Nach Wien der zweite bittere Dämpfer. ©APA
Nach einem strahlenden ersten Platz im ersten Wahlgang musste die FPÖ in der Stichwahl - nach Auszählung der Briefwahl - einen Dämpfer hinnehmen. Nicht der Favorit Norbert Hofer, sondern der Grüne Alexander Van der Bellen wird Bundespräsident. Auch bei der Wien-Wahl 2015 hatte die FPÖ große Hoffnungen auf den Bürgermeister-Sessel, musste sich letztlich aber klar abgeschlagen mit Platz 2 begnügen.
Hofer auf dem letzten Meter gestoppt

Davor war es für die FPÖ Heinz-Christian Straches nach einer kurzen Flaute wieder sehr gut gelaufen: Die Landtagswahlen 2015 – allesamt schon im Zeichen der Flüchtlingswanderung – bescherten ihr wieder einen Wahlsieg nach dem anderen. Samt Aufnahme in gleich zwei Landesregierungen – mit der SPÖ im Burgenland, mit der ÖVP in Oberösterreich. Nur in Wien kam es mitnichten zum von Strache ausgerufenen “Duell”, die SPÖ setzte sich klar als Erste durch. Wien war auch im ersten Hofburg-Wahlgang am 24. April das einzige Bundesland, in dem Hofer nur Zweiter hinter Van der Bellen wurde.

Hofer toppt Strache-Ergebnis

Strache hatte in Wien 2015 aber eine neue Rekordmarke für Bundes- und Landeswahlen außerhalb Kärntens gesetzt. Seine 30,79 Prozent toppte Hofer schon im ersten Hofburg-Durchgang – und in der Stichwahl stellte er auch die früheren Kärntner Ergebnisse von mehr als 40 Prozent in den Schatten. Und im ersten Wahlgang schaffte Hofer auch den ersten ersten Platz der FPÖ auf Bundesebene.

FPÖ in Umfragen vorne

Bei der Nationalratswahl 2013 war es – abgesehen von der Steiermark, wo die FPÖ Erste war – noch beim dritten Rang geblieben. Aber in den Umfragen liegt seit langem die FPÖ vorne – und Meinungsforscher halten den Sieg der FPÖ bei der regulär 2018 anstehenden Wahl nicht für ausgeschlossen. Bisher war der beste Rang auf Bundesebene der knappe zweite Platz vor der ÖVP im Jahr 1999, in der letzten NR-Wahl unter Jörg Haider.

(APA)

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