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Zwei wie Pech und Schwefel

Queen Elizabeth und Prince Philip feiern morgen ihren 70. Hochzeitstag.
Queen Elizabeth und Prince Philip feiern morgen ihren 70. Hochzeitstag. ©Reuters
Zum 70. Hochzeitstag von Queen Elizabeth und Prince Philip am Montag lohnt sich ein Blick zurück. Heute macht ihre Familie eine gute Figur - das war nicht immer so.

Es gilt als Tradition, dass Buckingham Palace in London zu Jubiläen ein offizielles Fotos herausgibt. So geschehen auch an diesem Wochenende. Denn am Montag feiern Königin Elisabeth und Prinz Philip ihren 70. Hochzeitstag, im Volksmund die Gnadenhochzeit – nur wenigen Paaren ist das vergönnt.

Am 20. November 1947 wurden Prinzessin Elisabeth, älteste Tochter des Königs, und Leutnant Philip Mountbatten, griechisch-dänischer Prinz mit deutschen Wurzeln in der Londoner Westminster Abbey getraut.

Seither sind sie zwei wie Pech und Schwefel – bei ihnen scheint das wirklich zu stimmen. Welche Skandale auch immer das britische Königshaus erschüttert und die Monarchie ins Wanken gebracht haben, Prinz Philip, bekannt für seine flapsigen Kommentare, blieb loyal an der Seite der Queen. Als Prinzgemahl ein paar Schritte hinter seiner Frau zu gehen, nicht einmal Teil der Thronfolge zu sein, ein Problem damit hat er sich – im Vergleich zu anderen royalen Ehemännern – zumindest nie anmerken lassen.

Königshausexperte Hugo Vickers: “Ich denke, dass eines der Geheimnisse dieser langen, langen Ehe die Tatsache ist, dass Prinz Philip es immer als eine seiner Pflichten angesehen hat, die Königin in welcher Weise auch immer zu unterstützen, ihr Verantwortlichkeiten abzunehmen, wie etwa die Verwaltung der königlichen Güter. Er macht das in ihrem Namen.

Rückblickend war er immer da, wenn er gebraucht wurde, auf Staatsbesuchen, beim Verleihen von Orden, der Parlamentseröffnung. All diese Dinge hat er so viele Jahre lang mitgemacht. Und wenn er gerade mal nicht gebraucht wurde, hatte er Zeit, seine eigenen Interessen zu verfolgen.”

Quell des Unbehagens für das royale Paar war über Jahrzehnte immer wieder die eigene Familie: die Scheidungen ihrer Kinder, die Krankheit der Queen-Schwester Margaret, der Tod von Lady Di.

Monarchie hat an Symphatie gewonnen

Mit der neuen Generation um William und Co. hat sich das geändert. Die Monarchie hat an Sympathie gewonnen, Elisabeth und Philip wagen nun langsam aber deutlich den Rückzug, überlassen immer mehr Aufgaben und Termine der Familie.

Die Gesundheit der beiden gilt als stabil, ein Kenner des Königshauses sagte einmal, die Queen sei stark wie ein Yak. Und auch Philip macht trotz einiger Krankenhausaufenthalte einen stabilen Eindruck. In fünf Jahren stünde das nächste Jubiläum an: 75 Jahre verheiratet, die sogenannte Kronjuwelenhochzeit – es würde so gut passen.

(Reuters)

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