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Zwei weitere AKWs geplant

Schwarzach/Zürich (CH) - Nach Atel wollen zwei weitere Strom­erzeuger neue AKWs in der Schweiz bauen.Winsauer (VP): "Keine neuen Atomkraftwerke in der Schweiz"

Ein halbes Jahr nachdem der Schweizer Stromkonzern Atel ein Rahmenbewilligungsgesuch für den Bau eines neuen Atomkraftwerks eingereicht hat, folgen nun die Berner BKW und die Nordostschweizer Axpo nach. Noch in dieser Woche wollen beide Energieversorger beim Schweizer Bundesamt für Energie um die Erteilung für Rahmenbewilligungen für den Bau zweier AKWs ansuchen.

Beznau und Mühleberg

Die Gesuche beziehen sich, wie die „NZZ” am Sonntag berichtete, auf die Standorte Beznau und Mühleberg, wo von den beiden Konzernen bereits Kraftwerke betrieben werden. Beide projektierten AKWs sollen eine elektrische Leistung von maximal je 1600 Megawatt erbringen – derzeit produzieren die Kraftwerke Beznau I und II je 380 Megawatt, das AKW Mühleberg 355 Megawatt. Ob es sich bei den Projekten um Siedewasser- oder Druckwasserreaktoren handeln würde, steht noch nicht fest. Eine Kühlung mit Flusswasser, wie sie derzeit an beiden Standorten praktiziert wird, würde für die neuen Reaktoren nicht in Frage kommen, weil dabei das Wasser der Aare zu stark erwärmt würde. Stattdessen plane man die Installation von Hybridkühltürmen, die im Gegensatz zu herkömmlichen Nasskühltürmen kleiner sind und kaum Dampffahnen ausstößt. Die ausgearbeiteten Pläne wollen die beiden Stromproduzenten noch in dieser Woche der Öffentlichkeit vorstellen. Schon in den letzten Tagen hatten die teilweise gemeinschaftlich agierenden Firmen die Projektgesellschaften „Ersatz Kernkraftwerk Mühleberg” und „Ersatz Kernkraftwerk Beznau” gegründet. Bis zuletzt hatten die beiden Betreiber außerdem versucht, sich mit der Atel über Standorte und Besitzverhältnisse zu einigen, nachdem diese im Juni ein Rahmenbewilligungsgesuch für den Bau eines neuen Reaktors in Gösgen eingereicht hatte. Man ist der Meinung, dass der Bau drei neuer Atomkraftanlagen vor dem Volk (das mittels fakultativem Referendum beim Bau eines Werkes das letzte Wort hat) nicht durchzubringen sind. Verhandlungen über die Festlegung auf zwei gemeinschaftliche statt der geplanten drei Projekte blieben bisher ohne Ergebnis.

 

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