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Zwei Trainer, eine Aufgabe

Vorarlbergs Trainer-Exporte im Skispringer-Zirkus, Werner Schuster und Richard Schallert, starten mit ihren Athleten aus Deutschland bzw. Tschechien in den WM-Winter.

Der Auftrag ist für beide ähnlich: ihre Teams auf Vordermann bringen. Der Kleinwalsertaler Schuster wechselte vor einem halben Jahr vom Schweizer Skiverband nach Deutschland. Dort soll er die Talfahrt stoppen, eine Trendwende einleiten und möglichst schnell an die Erfolge der verstorbenen Trainerlegende Reinhard Heß anknüpfen. Für den 39-Jährigen standen im Sommer strukturelle Veränderungen im Vordergrund. „Wir wollen unser Team in diesem Winter festigen und das neue System zum Laufen bringen. Es ist wichtig, dass das Selbstwertgefühl jedes Springers wieder zurückkommt. Die etablierten Athleten wie Martin Schmitt, Michael Neumayer oder Michael Uhrmann sollen wieder einen „Killerinstinkt” entwickeln, um für Überraschungen in der Einzelkonkurrenz zu sorgen”, so Schuster.

Richtige Mischung finden

Weiters will er den richtigen Mix zwischen jungen und routinierten Athleten herstellen. Der Aufbau wird laut Schuster aber zwei bis drei Jahre dauern. Mittelfristiges Ziel des neuen Skisprung-Bundestrainer ist es, eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. „Im Teambewerb ist vielleicht bei der WM 2009 schon eine Medaille im Bereich des Möglichen.” In Kuusamo erwartet sich Schuster nicht allzu viel, da er die Bedingungen in Finnland als sehr schwer einsätzt.

Heim-WM als Höhepunkt

Auf die Heim-Weltmeisterschaft in Liberec ist die Saison bei den tschechischen Springern ausgerichtet. Cheftrainer Richard Schallert – der Brandner ist seit 2006 als Coach im Amt – hat sein Team zuletzt in Lillehammer auf den Saisonauftakt vorbereitet. Beim ersten Springen setzt der 44-Jährige auf Roman Koudelka und Jakub Janda. „Kuusamo ist extrem schwer zu springen. Die große Schanze sowie der starke Wind sind für unerfahrene Springer nicht optimal”, meint Schallert. Die Trainings in Norwegen haben ihm aber gezeigt, dass seine Athleten von den Großen nicht weit entfernt sind. „Die Springer aus Österreich und Norwegen waren ebenfalls in Lillehammer. Wir haben gut trainiert und uns körperlich gesteigert. Der Vergleich war für uns sehr aufschlussreich.” Wie für Schuster ist für Schallert der Auftakt für den weiteren Saisonverlauf nicht maßgebend. „Der erste wichtige Wettkampf ist die Vierschanzentournee. Dann werden wir uns voll auf die WM in Liberec konzentrieren”, meint Schallert, der angibt, im tschechischen Verband oft mit Überraschungen konfrontiert zu werden. „Hier kochen viele ihr eigenes Süppchen.”

 

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