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Zwei österreichische Soldaten in Damaskus angeschossen

Verteidigungsminister Norbert Darabos im Gespräch mit österreichischen UNO-Soldaten am Golan in Syrien.
Verteidigungsminister Norbert Darabos im Gespräch mit österreichischen UNO-Soldaten am Golan in Syrien. ©APA
Zwei österreichische Soldaten der UNO-Schutztruppe UNDOF sind am Donnerstagnachmittag im Großraum Damaskus angeschossen und verletzt worden. Lebensgefahr besteht nicht. Gegen 14.50 Uhr sei der Konvoi der Österreicher auf dem Weg zum Flughafen der syrischen Hauptstadt beschossen worden, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberst Bauer, gegenüber der APA.

Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung “Österreich”. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wisse man nicht, ob es sich bei den Tätern um Rebellen oder Anhänger des Regimes von Präsident Assad gehandelt habe, so Bauer. Die Verletzten würden von einem den Konvoi begleitenden Arzt betreut, die gesamte Truppe sei mittlerweile in Sicherheit.

Bei den beiden österreichischen UNO-Soldaten handelt es sich um einen Steirer und einen Burgenländer. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, wurde ein Soldat am Arm, der andere an der Schulter verletzt. Mittlerweile befänden sich alle Soldaten des Konvois auf dem Flughafen der syrischen Hauptstadt.

Die Soldaten hätten im Rahmen eines halbjährlichen turnusmäßigen Wechsels von den Golanhöhen, wo sie als Teil der UNO-Schutztruppe UNDOF (“United Nations Disengagement Observer Force”) stationiert sind, wieder nach Österreich fliegen sollen. Eine weiter Gruppe österreichischer Soldaten sei bereits vor ihnen abgeflogen und wohlbehalten angekommen, sagte Bauer. Bei dem Vorfall habe es sich um den ersten derartigen Zwischenfall gehandelt. Gegenwärtig sind rund 370 österreichische Soldaten auf dem Golan im Einsatz.

Unterdessen haben die syrischen Rebellen nach eigenen Angaben die Zufahrtsstraße zum Flughafen von Damaskus abgeriegelt. Auch hätten Anti-Assad-Kräfte Granaten auf das Flugfeld abgefeuert, erklärte ein Sprecher der Rebellen. Auf dem Flughafen von Damaskus befindet sich gegenwärtig auch die Truppe österreichischer UNO-Soldaten mit den zwei Verletzten. Nach Angaben des Sprechers Abu Omar sind die Rebellen bisher nicht ins Innere des Flughafens vorgedrungen, kontrollieren jedoch die Straße dorthin. Granaten hätten die Flugpiste beschädigt.

In Syrien gibt es zudem offenbar keinen Zugang zum Internet mehr. Das Land sei praktisch vom Netz abgekoppelt, teilten zwei auf die Beobachtung des weltweiten Internetverkehrs spezialisierte US-Unternehmen am Donnerstag mit. Dies könnte bedeuten, dass die Regierung von Syriens Staatschef Assad im Kampf gegen die Rebellen die Kommunikationsverbindungen gekappt hat. Auch Handy- und Festnetzverbindungen funktionieren angeblich nur mehr teilweise.

(APA)

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