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Zwei fünfte Plätze für Snookerspieler Joachim Gantner

Joachim Gantner
Joachim Gantner ©Thomas Knobel
Rankweil. Mit seinen beiden fünften Endplätzen bei den Grand Prix in Wien und Linz hat der Rankweiler Joachim Gantner in der nationalen Snookerszene für großes Aufsehen gesorgt. Der zweifache Landesmeister rangiert derzeit in der österreichischen Rangliste als bester Ländlespieler auf dem 22. Platz und wäre damit auch für die Staatsmeisterschaften qualifiziert.

Im Interview nahm der 42-jährige Rankler zur aktuellen Snookerszene Stellung.

Wie bist du zum Snooker gekommen und wie lange spielst du schon?

Joachim Gantner: Billard interessiert und fasziniert mich schon seit meiner Kindheit. Wir hatten damals in unserem Gasthaus Sonne in Rankweil einen Pooltisch, auf dem ich schon als Fünfjähriger gespielt habe. Während meines Studiums in Wien spielte ich dann vorwiegend Carambol und probierte auch Snooker aus. Nach dem Studium, Ende der 80iger Jahre, habe ich in Vorarlberg einen Snookerclub gesucht, leider ohne Erfolg. Im Magic in Koblach wurde 1993 doch der Verein gegründet. Heute spiele ich Snooker, weil dies für mich die Königsdisziplin und zugleich auch der Gentleman-Sport unter den Billard-Sportarten ist.

Warum kommt der Snookersport im Ländle nicht so richtig in Bewegung?

Gantner: Das würde ich gar nicht sagen. Wir haben in Vorarlberg ca. 70 Lizenzspieler, die aktiv an Liga- und Ranglistenturnieren teilnehmen. Dass Snooker niemals ein Volkssport werden wird, liegt in der Natur der Sache, denn Snooker ist unglaublich schwierig, die Tische sind fast doppelt so groß wie beim Poolbillard und die Taschen sind nicht einmal halb so groß. Als Anfänger hat man deshalb fast keine Erfolgserlebnisse.

Was waren deine bisherigen sportlichen Erfolge?

Gantner: Ich war zweimal Landesmeister (1997/2006) und bin derzeit bei österr. Ranglistenturnieren ausgesprochen gut. Zwei fünfte Plätze in den Grand Prix waren die Highlights.

Wo ist euer Klub und wie viele Aktive habt ihr?

Gantner: Seit einigen Jahren haben wir unsere Heimat im Patricks in Rankweil gefunden. Unser Klub wurde auch umgetauft und heißt nun Patricks Black Seven Snookerclub. Wir haben etwa 30 Aktive, davon auch fünf Jugendliche und treffen uns regelmäßig in Patricks Canadian Taverne in Rankweil. Am Mittwoch ist unser Clubabend und am Sonntag trainieren wir zwischen 10 und 14 Uhr.

Wie viele Klubs gibt es in Vorarlberg? Ist eine Bundesliga im Snooker geplant?

Gantner: In Vorarlberg gibt es derzeit vier Snookervereine, zwei davon in Rankweil. Eine Bundesliga mit Rankweiler Beteiligung ist in Planung und soll demnächst verwirklicht werden.

Wie ist das Ganze finanziell unter einen Hut zu bringen?

Gantner: Zum einen bezahlen natürlich alle Mitglieder einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Es gibt auch Förderungen von Land und Gemeinde. Aber unser Hauptsponsor Norbert Engel ist ein großer Gönner des Snookersports. Er unterstützt uns nicht nur finanziell, sondern bietet uns auch permanent optimale Trainings- und Spielbedingungen. Sowohl die Tische als auch das Material im Patricks zählt zum Besten, dass Österreich zu bieten hat.

Thomas Knobel  

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