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Zusammenarbeit in Blumenegg - Anstehende regionale Projekte fordern Schulterschluss der Blumenegg-Gemeinden.

Blumenegg - Der wirtschaftliche Aufschwung der Region Blumenegg fordert gleichzeitig von den Kommunen Investitionen in die Infrastruktur. Von der Nahversorgung über die Bildungseinrichtungen bis zum öffentlichen Verkehr ist man in Blumenegg zwar gut aufgestellt, dennoch stehen für die Gemeinden in naher Zukunft kostenintensive Investitionen an, die besser regional und gemeinsam als einzeln zu lösen sind.

Mit einem gemeinsamen Bauhofprojekt Ludesch – Thüringen scheint ein Anfang gemacht. Für den „Gemeindeverband Dienstleistungszentrum Blumenegg“ mit dem gemeinsamen Bauhof zwischen Ludesch und Thüringen liegen nämlich die Vereinbarungen bereits unterschriftsreif auf dem Tisch. Die Gesamtbaukosten werden mit rund 3,1 Millionen Euro netto abzüglich Förderungen des Landes veranschlagt. Mit dem gemeinsamen Bauhof gibt es Synergien bei Maschinen und bei den Mitarbeitern.

Synergien nutzen

„Statt in jeder Gemeinde einen Maschinenpark für Schneeräumung, Straßenreinigung, Rasen- und Gartengestaltung sowie verschiedenste Reparaturarbeiten aufrecht zu erhalten, können bei einem gemeinsamen Bauhof durch Synergien Effizienz und Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Auch werden die Herausforderungen an die Bauhofmitarbeiter immer komplexer“, ist man sich in den Gemeindestuben bewusst, dass vom Wassermeister bis zum Techniker immer mehr Spezialisierung gefragt ist. Für die Hauptschulerweiterung und Sanierung in Thüringen müssen rund neun Millionen Euro aufgebracht werden. Hier will sich der Thüringer Bürgermeister gemeinsam mit den anderen Blumenegg-Gemeinden um einen Schulverband bemühen.

Bei einem Schulverband Blumenegg wären aufgrund der unterschiedlichen Finanzkraft der Gemeinden höhere Fördersätze der öffentlichen Hand zu erwarten, als dies bei einem „Alleingang“ der Gemeinde Thüringen der Fall ist.

IAP-Sozialzentrum

In Ludesch plant man die Erweiterung des IAP-Sozialzentrums in Kooperation über Blumenegg hinaus mit dem Großen Walsertal. Bauträger ist die Vorarlberger Wohnbaugesellschaft Vogewosi, mit der dann ein „Leasing“-Übereinkommen getroffen werden soll. Auch im Sicherheitsbereich stehen kommunale Lösungen an. In Bludesch, Thüringen und Ludesch sind die Feuerwehrzentralen zu klein. Gemeinsame Lösungen wurden in Bludesch und Thüringen bereits angedacht, scheiterten bislang aber am Veto der Wehren. Vor allem die vermehrten technischen Einsätze würden einen optimal eingerichteten, regionalen Stützpunkt rechtfertigen.

Sportplatz

Regional lösen könnte man auch die Sportplatzproblematik. Hier fehlt es in Ludesch und in Thüringen momentan an Trainingsmöglichkeiten. Die Lutz scheint hier im Moment „unüberwindbar“, obwohl die in Thüringen unter der Firma Hilti angedachte Variante kaum einen Steinwurf vom Ludescher Sportplatz entfernt ist. Schlussendlich werden die Gemeinden auch noch beim „Walgaubad neu“, beim ÖPNV-Blumenegg/Walgau mit erweitertem Fahrplan, bei der Elementa und der Jugendsozialarbeit Walgau an ihr „Regionalbewusstsein“ erinnert. Jedenfalls werden die finanziellen Spielräume in den Blumenegg-Kommunen in den nächsten Jahren trotz guter Wirtschaftsentwicklung sicher enger.
Quelle: Martina Zudrell

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