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Zurück ins Team gekämpft

Markus Weissenberger hat sich nach einer komplizierten Verletzung zurück ins Fußball-Nationalteam gekämpft. Frankfurts Nummer 10 mit Schuhgröße 38,5 will bis zur Heim-EM 2008 eine Leaderrolle einnehmen.

Der 2. April 2004 war der bisher schwärzeste Tag in der Fußball-Karriere des Markus Weissenberger. Als aktueller ÖFB-Teamspieler und 1860-München-Legionär zog sich der Vorarlberger beim “Löwen”-Training einen komplizierten Bruch des linken Knöchels zu. Seitdem investierte Weissenberger viel Schweiß und Herzblut für sein Comeback – belohnt wurde der 30-jährige Vorarlberger dafür im Mai 2005 mit dem Bundesliga-Aufstieg seines neuen Arbeitgebers Eintracht Frankfurt und nun im Oktober 2005 mit der Rückkehr ins ÖFB-Nationalteam. “Ich freue mich riesig und bin stolz, dass ich wieder dabei bin. Der Weg zurück war sehr hart”, meinte er am Montag, fünf Tage vor dem ÖFB-Auswärtsmatch gegen England. Am 20. August 2003 (2:0 gegen Costa Rica) spielte Weissenberger zum 21. und bis dato letzten Mal für Österreich, im März 2004 war er kurz vor seiner schweren Verletzung unter Hans Krankl beim Teamcamp in Italien dabei gewesen.

Sein Erfolgsrezept für Old Trafford: “Es wird schwer. Aber wenn an diesem Tag alles zusammenpasst, dann ist etwas möglich. Vor dem Tor müssen wir eiskalt sein. Wenn die Chance da ist, muss man zeigen, dass man absolut geil darauf ist, dieses Tor zu machen.”

Im Sommer 2004 wechselte Weissenberger von 1860 zur Eintracht, kämpfte sich beim Zweitligisten zurück in die Mannschaft und schaffte mit dem Traditionsklub (Deutscher Meister1959, UEFA-Cup-Sieger 1980, vier Mal DFB-Pokalsieger) den viel umjubelten Aufstieg. Derzeit ist die Rieseneuphorie in der WM-Stadt 2006 jedoch ein wenig abgeflacht, denn die Eintracht liegt am 18. und letzten Tabellenplatz. “Vier Punkte und drei geschossene Tore, das ist zu wenig. Natürlich wird nun der Druck enorm und das Umfeld unruhig. Was uns fehlt ist ein Erfolgserlebnis, denn das Potenzial für den Klassenerhalt ist eindeutig da”, beschreibt Weissenberger die Lage in Frankfurt, wo mit Stefan Lexa auch ein zweiter “Ösi” im Kader steht.

Auf dem Weg zurück hatte Weissnberger stets das ÖFB-Team im Kopf. “Nach so einer komplizierten Verletzung kann man erst nach sieben oder acht Monaten halbwegs wieder ans Fußballspielen denken. Aber ich habe immer das Ziel Nationalmannschaft vor Augen gehabt. Und wenn man so ein Ziel hat, dann gibt man nicht auf”, so die nur 1,68 m große und 65 kg schwere “Zaubermaus”, die im Frankfurt-Kader mit Schuhgröße 38,5 und Spielmacher-Nummer 10 unterwegs ist. Obwohl die Quali für die Deutschland-WM längst verloren ist, sprüht der Vater von zwei Kindern vor Motivation. “Mein großes Ziel ist, dass ich langfristig im Nationalteam bleiben und die EM 2008 miterleben kann. Dabei kann ich mir durchaus vorstellen, dass ich eine Leaderrolle übernehme. Voraussetzung dafür ist aber, dass ich Stammspieler bei Frankfurt bleibe”, so Weissenberger, der im Laufe seiner Karriere bisher für Hard, Spittal, LASK, Bielefeld, 1860 und Frankfurt gespielt hat.

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