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Zürich: 120 Demonstranten festgenommen

Die Polizei in Zürich ist am Freitag mit großer Härte gegen eine Demonstration überwiegend jugendlicher Antifaschisten vorgegangen.

120 von ihnen wurden am Abend festgenommen.
Etwa 200 zum Teil vermummte Demonstranten aus der linksextremen Szene hatten sich gegen 20.00 Uhr zu einer nicht genehmigten Kundgebung versammelt. Zu dem „Antifaschistischen Abendspaziergang“ war unter anderem auf der Internetseite des „Revolutionären Aufbaus“ aufgerufen worden.

Ein großes Polizeiaufgebot begleitete zunächst den Demonstrationszug. Später kesselten die Polizisten die Demonstranten ein und schnitten ihnen mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummischrot den Weg ab. Zahlreiche Jugendliche flüchteten sich in Restaurants. Dort oder vor den Lokalen wurden die meisten von ihnen festgenommen.

Der Sprecher der Stadtpolizei sagte, die Einkesselungstaktik sei erstmals seit vielen Jahren angewandt worden. Damit habe man schwere Sachbeschädigungen verhindern wollen, wie es sie in jüngster Zeit bei ähnlichen Ereignissen gegeben habe. Während des rund halbstündigen Demonstrationszuges besprühten einige Jugendliche Fassaden von Gebäuden mit Parolen.

Die Polizei verhinderte gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und etwa 50 Rechtsextremisten. In dem Aufruf zu der Demonstration war beklagt worden, dass linke Demonstrationen „völlig unverhältnismäßigen Repressalien“ ausgesetzt seien, während sich Neonazis seit längerem ungestört am Hauptbahnhof treffen könnten. Alternativ und ausländisch aussehende Leute würden angepöbelt und angegriffen, hieß es. Während des rund halbstündigen Demozuges besprühten die Jugendlichen zahlreiche Hausfassaden, unter anderem auch das Rathaus.

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