Zumtobel steigerte Ergebnis

Die in Dornbirn ansässige börsenotierte Zumtobel Gruppe hat im Geschäftsjahr 2005/06 (per Ende April 2006) Umsatz und Ergebnis gesteigert.

Der Umsatz stieg (bereinigt) um 6 Prozent, das Jahresergebnis erhöhte sich auf 43,6 Mio. Euro (29,1 Mio. Euro), um 49,7 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2004/05. Damit war das abgelaufene Geschäftsjahr erstmals seit 2000 wieder von deutlichem Umsatzzuwachs und erneut einer weiteren Verbesserung des Jahresergebnisses geprägt, teilte Zumtobel am Mittwoch ad hoc vor der Bilanzpressekonferenz (ab 11 Uhr) mit.

Der Umsatz stieg auf 1,18 (1,129) Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 4,9 Prozent entspricht. Bereinigt man das Vorjahr um den Umsatz des ehemals konzerneigenen Geschäftsbereichs Werkzeugbau, der im Rahmen eines Management Buy Out (MBO) im Jahr 2004/05 veräußert wurde, habe der Zuwachs 6 Prozent betragen.

Das um Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen bereinigte EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) konnte um 9,4 Mio. (+10,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr auf 99,5 Mio. Euro gesteigert werden. Das EBIT erreichte 86,1 Mio. Euro, was eine Verbesserung um 2,5 Mio. Euro (+3,0 Prozent) bedeutet.

Das Management erwartet auf Grund eines verbesserten Marktumfeldes sowie der Fortsetzung der eingeleiteten Wachstumsinitiativen für das Geschäftsjahr 2006/07 weiteres Umsatzwachstum. Die konsequente Fortführung der Effizienzmaßnahmen, die im neuen Geschäftsjahr nicht mehr anfallenden Restrukturierungskosten sowie geringere Finanzierungskosten infolge der durch den Börsengang verbesserten Kapitalstruktur sollten – eine weiterhin positive Marktlage vorausgesetzt – zu einer weiteren merklichen Steigerung des Ergebnisses führen.

Zumtobel rechnet auch heuer mit deutlich mehr Gewinn

Der in Dornbirn ansässige börsenotierte Leuchtenkonzern Zumtobel hat seinen bereinigten Umsatz im Geschäftsjahr 2005/06 (per Ende März) um knapp fünf Prozent auf 1,18 (1,13) Mrd. Euro gesteigert, konnte wegen Betriebsschließungen beim Betriebsergebnis (Ebit) aber nur um drei Prozent auf 86,1 (83,6) Mio. Euro zulegen. Das Jahresergebnis legte dagegen um beinahe 50 Prozent auf 43,6 (29,1) Mio. Euro zu, teilte das Unternehmen am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Wien mit. Die Zahlen enttäuschten die Anleger dennoch, der Aktienkurs sank um bis zu drei Prozent.

Vor allem auf Grund der anziehenden (nicht Wohn-)Baukonjunktur in Europa sowie Wachstum in Asien und Osteuropa könne im laufenden Geschäftsjahr mit einer Umsatzerhöhung in einem 2005/06 vergleichbaren Ausmaß sowie einem „deutlichen Ergebniswachstum“ gerechnet werden, sagte Konzernchef Andreas Ludwig. Weiteres Wachstum soll aus neuen Produkten wie den LED-Leuchten kommen, die mittelfristig zu einem dritten Geschäftsbereich werden sollen. Das Ergebnis 2006/07 soll durch Sparmaßnahmen wie die Schließung eines Werks in Deutschland (Tettnang) und zweier Fabriken in Australien verbessert werden.

Der Vorarlberger Konzern, der seit Mitte Mai an der Wiener Börse notiert ist, hat den Großteil Emissionserlöse dazu benutzt, seine beträchtliche Nettoverschuldung um 143 Mio. Euro auf etwas mehr als 200 Mio. Euro zu reduzieren, sagte Finanzvorstand Thomas Spitzenpfeil. Zumtobel werde angesichts des „fragmentierten“ Leuchtenmarkts Firmen akquirieren, aber nur, wenn diese Unternehmen dem Käufer neue Technologien oder Märkte erschlössen, erklärte Ludwig. Konkret stünden aber keine Zukäufe bevor. Für das heurige Geschäftsjahr solle Dividende ausgeschüttet werden, konkret zwischen 30 und 50 Prozent des Nettogewinns, hieß es.

Das Betriebsergebnis (Ebit) 2005/06 stieg vor allem wegen der Aufwendungen für die drei Fabriksstillegungen nur etwa halb so stark wie der Umsatz. Um Einmalaufwendungen bereinigt, legte das Ebit um dagegen mehr als zehn Prozent auf 99,5 (90,1) Mio. Euro zu. Im deutschen Werk Tettnang, wo Feuchtraumleuchten hergestellt werden, gehen rund 100 Jobs verloren. Ein Teil der Produktion wandert nach Dornbirn, ein anderer Teil in das neue rumänische Werk Curtici. Zum Bilanzstichtag (Ende April) beschäftigte die Zumtobel-Gruppe etwa 7.200 Mitarbeiter.

Wenig zufrieden zeigte sich das Zumtobel-Management mit der Entwicklung der Aktie, die zu einem Kurs von 20,50 Euro ausgegeben wurde. Sie war wenige Tage nach der Erstnotiz in den Strudel der einbrechenden Aktienmmärkte geraten und hatte bis gestern etwa zehn Prozent gegenüber dem Ausgabekurs verloren. Die am Mittwoch vorgelegten Ergebnisse enttäuschten die Anleger offenbar weiter: Bis gegen 13.30 Uhr verlor das in Wien notierte Papier um weitere 2,7 Prozent auf 18 Euro.

Zumtobel befindet sich zur Zeit zu mehr als 60 Prozent im Streubesitz. Größter Finanzinvestor ist der schottische Lebensversicherer Standard Life mit mehr als 5 Prozent. Die Familie Zumtobel hält 34 Prozent, weitere 5,5 Prozent werden von Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) kontrolliert, der im Zug des Börseganges seinen bis dahin gehaltenen knapp 50-prozentigen Anteil an Investoren weitergegeben hatte.

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