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Zumtobel - Sparprogramm kostet 850 Jobs

Das von Zumtobel-CEO Andreas Ludwig angekündigte "Effizienzsteigerungsprogramm" ist mit massiven Stellenstreichungen verbunden. Der Leuchtenhersteller will primär über die Personalkosten 50 Mio. Euro einsparen.

In den kommenden zweieinhalb Jahren baut die Gruppe weltweit etwa 850 Jobs ab – 425 davon noch heuer. Österreich bleibt vorerst weitgehend verschont: “Kurzfristig gesehen ist in Österreich keinerlei, und wenn, nur ganz geringfügiger Personalabbau geplant”, sagte Ludwig heute, Dienstag, zur APA. Zumtobel beschäftigt derzeit 7.500 Mitarbeiter, knapp über 2.000 davon in Österreich.

Für das Kalenderjahr 2009 geht der Vorstand von einer weiteren Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen aus. Zu den Umsatz- und Ertragserwartungen für das gesamte Geschäftsjahr 2008/09 will Zumtobel – abgesehen vom avisierten Einbruch der EBIT-Marge von 9,4 Prozent zum Halbjahr auf unter 8 Prozent im Gesamtjahr – keine näheren Angaben machen.

“Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld ist es wahnsinnig schwierig zu sagen, wie stark die Auswirkung der Konjunkturkrise auf die Bauindustrie ist”, so Ludwig. Um deutlich flexibler auf den “spürbaren Rückgang in der Marktnachfrage” reagieren zu können, wolle Zumtobel nun 50 Mio. Euro ergebniswirksam einsparen.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2010/11 solle die derzeitige Sach- und Personalkostenstruktur nachhaltig entlastet werden. Zentrales Ziel sei es, die Struktur- und Kapazitätskosten möglichst schnell an die bestehenden und erwarteten Markt- und Absatzgegebenheiten anzupassen sowie die Cash-Flows auch unter schwierigen Rahmenbedingungen auf gutem Niveau zu halten.

Die Zumtobel-Gruppe verfügte zum 31. Oktober 2008 den Unternehmensangaben zufolge weiterhin über eine sehr solide Kapitalstruktur. So habe sich die Eigenkapitalquote im Zwölfmonatsvergleich von 41,0 Prozent auf 43,9 Prozent verbessert. Die Nettoverbindlichkeiten lagen mit 178,4 Mio. Euro ebenfalls unter dem Vorjahreswert (183,3 Mio. Euro). Der Verschuldungsgrad als Verhältnis zwischen Eigenkapital und Nettoverbindlichkeiten (Gearing) liege mit 36 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent) auf sehr niedrigem Niveau. Der Cash-Flow aus dem operativen Geschäft verminderte sich gegenüber dem Vorjahr von 53,2 auf 47,8 Mio. Euro.

Durch die im Juni 2008 abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung mit einem Rahmen von 480 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren verfüge der Konzern über einen ausreichenden finanziellen Rahmen, um allen gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

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