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Zum Gedenken: Ewald Bischof

Damüls. In aller Stille und Bescheidenheit, so wie er gelebt hatte, wurde vergangene Wo- che Ewald Bischof nach dem Auferstehungsgottesdienst, den Pfarrer Pius Fäßler und Pfarrer Georg Willam sehr würdevoll gestaltet hatten, auf dem Bergfriedhof in Damüls zur letzten irdischen Ruhe getragen.

Ewald wurde am 11. März 1934 als zweites von drei Kindern der Eheleute Hermann und Serafina Bischof in Damüls, Schwende 4, geboren. Von 1940 bis 1948 besuchte er die Volksschule Damüls und war wohl einer der besten Schüler zur damaligen Zeit. Oft und gerne gab er Mitschülern Nachhilfe in allen Gegenständen. Nach dem Abschluss seiner Volksschulzeit betätigte er sich als tatkräftiger Mithelfer in der elterlichen Landwirtschaft. Einige Wintersaisonen war er auch bei den Damülser Seilbahnen beschäftigt. Wohl aufgrund seiner bekannten Verlässlichkeit und steten Freundlichkeit wurde ihm von der österr. Post der Dienst eines Briefträgers für Damüls angeboten. Am 2. April 1970 trat er in den Dienst der österr. Post ein, legte dort alle vorgeschriebenen Dienstprüfungen mit ausgezeichnetem Erfolg ab und ver­sah diesen Dienst bis zu seiner Pensionierung als Oberoffizial zum 31. Juli 1996. Ewald war in Damüls einfach der Briefbote, wie man ihn sich zur damaligen Zeit nur wünschen konnte. Er war mit allen Leuten überaus freundlich, hatte immer einen guten Humor und nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen. Viele Liebesdienste und Aufgaben erledigte er – besonders für Alleinstehende und alte Leute – weit über seine Dienstverpflichtungen hinaus. Neben seinem Beruf als Briefträger war er auch über 22 Jahre aktives Mitglied des Musikvereines Alpenklänge Damüls. Nach seiner Pensionierung arbeitete er wieder gemeinsam mit seinen Geschwistern in seiner Landwirtschaft. Leider erlitt Ewald 2004 einen Schlaganfall, von dem er sich körperlich nie mehr erholen konnte. Über sechs Jahre wurde er liebevoll und zu seiner vollsten Zufriedenheit von seiner Schwester Luise zu Hause gepflegt. Wenn man ihn besuchte, zeigte er immer große Freude darüber, war für jede Kleinigkeit dankbar, klagte nie über sein Schicksal, sondern ertrug es gottergeben mit bewundernswerter Geduld. Als Besucher ging man stets getröstet und gestärkt von Ewald weg! Viel Freude durfte er immer wieder von seinem Helfer in der Not, Georg, erfahren, der ihm stets und in jeder Situation hilfreich zur Seite stand. Erst vor zwei Wochen machte Georg mit Ewald im Auto und Rollstuhl zu seiner großen Freude eine Ausfahrt durch Damüls, das große Walsertal und über das Furkajoch. Sein größter Wusch war, dass er weiterhin von seiner Schwester zu Hause gepflegt werde. Diesen Wunsch hat ihm der Herrgott tatsächlich erfüllt und ihn wohl vorbereitet und in aller Ruhe und Stille am 23. September zu sich in den ewigen Frieden heimgeholt.

Quelle: VN-Chronik

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