AA

Komfort, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Die „Zukunftsfähigkeit von Gebäudekonzepten“ stand nicht nur im Fokus des diesjährigen Wiener Kongresses für zukunftsfähiges Bauen, sondern bildet auch das zentrale Thema einer derzeit laufenden Befragung unter Bauexperten. Erste Auswertungen daraus zeigen, dass aus einer Auswahl von 15 Gebäudekonzepten Niedrigenergie- und Passivhäuser mit deutlichem Abstand am  bekanntesten sind und auch in Zukunft an Marktbedeutung gewinnen sollen.

Als größte Herausforderungen nennen die Bauexperten dabei die Vermeidung von sommerlicher Überhitzung und eine hohe Qualität der Raumluft. Neben den Baukosten sind die Finanzierungsaspekte – dabei allen voran die Wohnbauförderung – die wesentlichsten bauentscheidenden Kostenfaktoren.

Derzeit wird im Auftrag des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie, der Bundesinnung Bau sowie einiger weiterer Organisationen eine kürzlich von der Unternehmensberatung Mag. Siegfried Wirth durchgeführte Studie ausgewertet. Dazu wurden in der Baufachebene zentrale Themen wie die Bekanntheit und Zukunftsfähigkeit von Gebäudekonzepten, die Herausforderungen für die Gebäudekonzepte sowie bauentscheidende Kostenfaktoren abgefragt. Das vollständige Ergebnis der Umfrage ist in einigen Wochen zu erwarten, dennoch zeichnen sich schon jetzt einige klare Tendenzen ab:  Das Niedrigenergiehaus und das Passivhaus zählen zu den derzeit bekanntesten Gebäudekonzepten. Diese werden von den befragten Bauexperten als meistgebaute und jene mit den besten Marktaussichten genannt.

Energieeffizienz und Komfort im Massivbau
Aus der Vielzahl an Kriterien eines Gebäudekonzepts stellen sich aus Sicht der Bauexperten die Vermeidung der Überhitzung sowie die Qualität der Luft in Wohn- und Arbeitsräumen (Innenluft) als die wesentlichsten Faktoren in Bezug auf Komfort und Wohnqualität dar.

BAU!MASSIV! hat hierzu eine klare Antwort: Der Einsatz massiver Baustoffe bietet die besten Voraussetzungen, um genau diese Anforderungen zu erfüllen und verbindet höchsten Komfort mit Energieffizienz, sofern die Gebäudetechnik auf die Gebäudeart abgestimmt ist. Die Ergebnisse der Forschungsinitiative Nachhaltigkeit massiv liefern den Beweis dazu: Wenn Decken und Böden aus massiven Baustoffen gefertigt sind, bedeutet dies sowohl eine um 4 Prozent niedrigere Heizleistung als auch einen um 8 Prozent niedrigeren Kühlbedarf  im Vergleich zur Leichtbauweise.  Bei Gebäuden, die insgesamt eine hohe Speichermasse und schweren Innenausbau aufweisen, verringert sich der Kühlbedarf sogar um bis zu 40 Prozent. Darauf sollte gerade auch im modernen  Bürobau Rücksicht genommen werden, wenn es um die Realisierung zukunftsfähiger Gebäude geht, die Energieeffizienz und gleichzeitig maximale Nutzungsflexibilität gewährleisten sollen.

Im Hinblick auf die Qualität der Luft in Wohn- und Arbeitsräumen ist erwiesen, dass sich massiv gebaute Häuser auch äußerst positiv auf die Qualität der Raumluft auswirken. Dies belegt eine 2009 durchgeführte Studie des Österreichischen Instituts für Baubiologie und Bauökologie (IBO) über Raumluftindikatoren im Wohnbau. Zentrales Ergebnis dieser Studie: Im Gegensatz zu anderen Baustoffen ist die Schadstoffbelastung von mineralischen Baustoffen gleich Null oder vernachlässigbar gering. Ihr Einsatz stellt daher einen Bonus zur Erreichung optimaler Raumluftqualität dar.

Wohnbauförderung als bauentscheidender Kostenfaktor
Neben den Baukosten zählen für die Bauexperten die Finanzierungsaspekte – dabei allen voran die Wohnbauförderung – als wesentlichste bauentscheidende Kostenfaktoren. Dies bestärkt BAU!MASSIV! einmal mehr in seinen Forderungen zur Sicherstellung der Wohnbauförderung eines bedarfsgerechten Wohnungsneubaus. Um leistbares Qualitätswohnen bei geringen laufenden Kosten auch in Zukunft garantieren zu können, ist die Wohnbauförderung von unverzichtbarem Wert. Es ist Aufgabe der Politik, die Wohnraumschaffung an die Bedürfnisse von morgen anzupassen: 2050 werden rund 9,5 Millionen Menschen in Österreich leben. Das bedeutet, dass pro Jahr bis zu 50.000 neue Wohnungen benötigt werden. „Bau!Massiv! setzt sich für die Sicherstellung der Wohnbauförderung und der Finanzierung eines bedarfsgerechten Wohnungsneubaus und damit einhergehend auch für die Förderkriterien von Neubauten gemäß der sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit ein. Die Wohnbauförderung hat eine enorme Lenkungswirkung, wenn es um die Nachhaltigkeit von Gebäuden geht.“ erklärt DI Robert Stefenelli vom Fachverband der Stein- und keramischen Industrie.

Quelle: baumassiv.at

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Schöner Wohnen
  • Komfort, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen