Zu viele Eingriffe bei Neugeborenen auf Intensivstationen

Neugeborene werden auf Intensivstationen zu vielen schmerzhaften Eingriffen unterzogen. Eine französische Studie zeigt, dass ein Kind bei einem achttägigen Aufenthalt durchschnittlich 141 Eingriffen ausgesetzt ist, die entweder schmerzhaft oder auf andere Art belastend sind - also durchschnittlich 16 pro Tag.

Dazu zählen etwa Absaugen des Mundraumes oder Blutentnahme durch Fersenstich.

Die Kindermediziner aus Paris betonen im “Journal of the American Medical Association (JAMA)”, dass Neugeborene und vor allem Frühchen äußerst sensibel auf Schmerz reagieren. Wiederholte schmerzhafte Reize können demnach die Schmerzverarbeitung, die langfristige Entwicklung und das spätere Verhalten des Kindes beeinflussen. Daher sollten belastende Eingriffe möglichst vermieden werden oder zumindest möglichst schonend erfolgen.

Die Mediziner hatten die Behandlung von 430 Babys unter dem Alter von einem Monat verfolgt. Dabei wurde manchen Säuglingen binnen zwei Wochen 153 Mal die Luftröhre abgesaugt und 95 Mal Blut aus der Ferse entnommen, sehr oft ohne schmerzlindernde Maßnahmen. Die Forscher fordern dringend, Strategien zu entwickeln, um die Zahl der Eingriffe zu senken.

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