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Zu Museumschef berufen

Wien/VN - Der Bregenzerwälder Bernhard Böhler hütet in Wien zahlreiche Schätze der sakralen Kunst.

Im Innersten Wiens, im Dommuseum direkt neben dem Stephansdom, befindet sich das Büro des Bregenzerwälders Bernhard Böhler. Dort ist der 38-Jährige als Museumsdirektor tätig und hütet damit die wichtigste heimische sakrale Sammlung. Sein nicht allzu großes Büro ist geprägt von einfacher Ausstattung. Die Wände sind mit Kunstwerken geschmückt, der Schreibtisch scheint unter der Vielzahl von Unterlagen kaum mehr durch. Von Bizau nach Wien schaffte es Bernhard Böhler 2007 zum jüngsten Museumsdirektor Europas.

Vom Ländle in die weite Welt

Nachdem Böhler in Egg maturiert hatte, zog es ihn von der „1000-Seelen-Gemeinde“ Bizau in die „Millionenstadt Wien“, wo er sich ab 1990 dem Studium der Kunstgeschichte widmete und unter anderem in den Werkstätten des Bundesdenkmalamtes arbeitete. Seinen Zivildienst leistete er nach erfolgreich abgeschlossenem Diplomstudium im österreichischen Pilgerhaus der katholischen Kirche in Jerusalem. 1996, direkt nach seiner Rückkehr nach Österreich, bot ihm die Diözese Wien bereits einen ersten beruflichen Auftrag zur Kunst-Inventarisation an. Die Geschichte nahm seinen Lauf: Seit 1998 ist der gebürtige Vorarlberger im Dommuseum tätig und kuratierte mehrere Ausstellungen zu österreichischer und europäischer Kunst, mit denen er es bis Jerusalem, Haifa und Tel Aviv schaffte. Sogar nach New York ins Guggenheim Museum ist Böhler durch das „Academic Year Internship Program“ gekommen.

Beinahe elektrische Luft

All diese Erfahrungen sowohl auf dem nationalen, als auch internationalen Parkett der Kunstgeschichte und des alltäglichen Lebens prägen den Museumsdirektor heute noch sehr in seiner Arbeit. Besonders die Erlebnisse in Israel, wo „die Luft beinahe elektrisiert“ war, sind für ihn heute noch von großer Relevanz. Denn „nicht nur der Dialog mit zeitgenössischen Künstlern, sondern auch mit anderen Ländern, deren Kulturen und deren religiöser Identität“ hat für ihn höchste Priorität.

So war die Begegnung von Bundespräsident Heinz Fischer mit dem serbischen Staatsoberhaupt im Dommuseum einer der Höhepunkte in der beruflichen Laufbahn des Museumsdirektors. Die „Feuertaufe“ als Museumsdirektor erlebte der Bregenzerwälder durch die Alfred-Hrdlicka-Ausstellung 2008, die das Dommuseum ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit rückte. Ein gerahmter Zeitungsausschnitt im Regal hinter seinem Schreibtisch erinnert an die aufregende Zeit. „Wer kann schon sagen, dass man in einem solch kleinen Museum mit der Weltpresse konfrontiert wird?“ Die „Krönung“ der Anfragen aus der ganzen Welt war ein Interview mit der britischen BBC.

Arbeit mit Hingabe

Mit viel Enthusiasmus und Hingabe begegnet er der großen Herausforderung der Organisation und Durchführung von Sonderausstellungen in seiner täglichen Arbeit. Neben der anstehenden Renovierung des Dommuseums verfolgt Böhler das Ziel, „auch einmal die Geschicke eines großen Museums zu lenken, wo es ganz andere finanzielle Möglichkeiten gibt“. Außerdem ist für den immer noch sehr heimatverbundenen Bregenzerwälder „eine Rückkehr nach Vorarlberg nie ausgeschlossen“. Und womöglich würde er es auch im Ländle schaffen, seine Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben, die immer mit einer Prise Bodenständigkeit und eindrucksvoller Passion gewürzt sein wird.

Zur Person

Bernhard Böhler ist Direktor des Wiener Dommuseums.

Geboren: 25. April 1972

Ausbildung: Matura in Egg, Kunstgeschichte-Studium in Wien von 1990 bis 1995

Laufbahn: Mitarbeit im Guggenheim Museum in New York (2004/2005), Kunst-Inventarisierung für die Diözese Wien. Seit 1998 Mitarbeit im dortigen Dommuseum, seit 2007 dessen Direktor.

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