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"Zockerkönig" belastet einen Ex-Profi

Ante Sapina packt im Zeugenstand aus. Angeblich auch WM-Qualifikationsspiel von Liechtenstein betrofffen.

Im größten Wettskandal des europäischen Fußballs ist der frühere deutsche Profi Thomas Cichon erneut schwer belastet worden. „Cichon war für mich der Häuptling“, sagte „Zockerkönig“ Ante Sapina im Zeugenstand des Bochumer Landgerichts. Wenn Fußballspiele des VfL Osnabrück manipuliert werden sollten, habe VfL-Spieler Cichon auf jeden Fall auf dem Platz stehen müssen. Bei der Partie gegen Augsburg am 17. April 2009 habe der Profi zum Beispiel eindeutig in den Spielverlauf eingegriffen. „Das erste Tor ging meiner Meinung nach glasklar auf die Kappe von Cichon“, sagte Sapina, der in den kommenden Tagen mit einer Anklage rechnen muss. Cichon selbst weist alle Manipulationsvorwürfe zurück.

Schnell wieder im Geschäft

Trotz seiner Verurteilung zu zwei Jahren und elf Monaten Haft im Jahr 2005 hatte Sapina nur wenige Monate im Gefängnis gesessen. Vor dem Bochumer Landgericht gab er nun zu, bereits nach der WM 2006 wieder große Summen auf angeblich manipulierte Fußballspiele gesetzt zu haben. Später habe er auch selbst Spieler bestochen. Auch Referee Felix Zwayer, dessen Aussagen vor über fünf Jahren Hoyzer auffliegen ließen, wird von Sapina belastet.

Mehr als zwei Mill. Euro

Als Kontaktmann hat Sapina Marijo C. genannt. Zudem berichtete er über Manipulationen zahlreicher Spiele in ganz Europa. In der zweiten Schweizer Liga soll alles begonnen haben. Seine Wettgewinne habe er zumeist mit C. geteilt. Bis zu ihrer Verhaftung sollen Sapina und zwei weitere Kroaten, so steht es in den Akten der Staatsanwaltschaft, mit knapp 6000 Wetten in Asien annähernd 32,5 Mill. Euro umgesetzt und dabei exakt 2,182.387 Mill. Euro gewonnen haben.

Liechtenstein-Spiel im Visier

Sapina sagte auch aus, dass er den Schiedsrichter des WM-Qualifikationsspiels am 9. September zwischen Liechtenstein und Finnland bestochen habe. Zwei Tore in der zweiten Hälfte – 40.000 Euro für den Unparteiischen, erklärte der Wettbetrüger zu dieser Manipulation. „In der zweiten Hälfte hat der Referee einen Elfer gepfiffen, der keiner war“, betonte der 34-jährige Berliner, der das Bestechungsgeld selbst übergeben hatte. Jahre zuvor war Sapina ja möglicherweise auch für Manipulationen bei Spielen von SW Bregenz verantwortlich. Das Treffen mit dem korrupten Schiedsrichter habe laut Sapina auf einem Hotel-Parkplatz in Sarajewo stattgefunden. „Ich habe ihn intensiv befragt, ob er das mit den zwei Toren in der zweiten Halbzeit überhaupt schaffen kann“, sagte er gestern den Richtern. Der Referee habe zugesagt. Derselbe Schiedsrichter sollte später auch die U-21-EM-Qualifikation zwischen Schweiz und Georgien manipulieren. Das sei allerdings schiefgelaufen. Zudem, so Sapina, sei er nie Chef der Betrügerbande gewesen.

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