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z'Nüne mit Anton Strini: "Wir brauchen mehr Menschlichkeit"

Anton Strini, der ehemalige Chef des AMS Vorarlberg, im z'Nüne-Talk über die Flüchtlingssituation in Vorarlberg.

Dass er beim AMS Vorarlberg gelandet ist, war eher zufällig, sagt Strini im VOL.AT z’Nüne-Talk. “Es war eine sehr interessante Aufgabe und man konnte Dinge verändern und innovativ sein. Das hat Spaß gemacht.”

Pensionsantrittsalter

Strini trat schon in seiner Zeit als AMS-Chef dafür ein – trotz aller Kritik – das faktische Pensionsantrittsalter anzuheben. “Viele wurden ab 50 und 55 Jahren nicht mehr eingestellt, weil in Vorarlberg – im Vergleich zur Schweiz – das Pensionsantrittsalter viel niedriger war. So haben Unternehmen oft gedacht, dass man diese Menschen nicht mehr einstellen kann weil sie nur noch 2 bis 3 Jahre im Betrieb sind.”

Flüchtlingskoordinator

Nach seinem Ausscheiden beim AMS Vorarlberg ist Strini heute als Flüchtlingskoordinator des Landes Vorarlberg noch immer Einsatz. Kein Zufall, dass ihm dieses Thema am Herzen liegt, denn auch seine Mutter kam im Jahre 1947 als Flüchtling nach Vorarlberg. Ihre Lebensgeschichte würde er gerne mal näher beleuchten, selbst denkt er nicht an Memoiren.

“Baustellen-Deutsch”

“Viele sind sehr lernwillig, aber viele kommen mit den Voraussetzungen A2 oder A1 nicht mit um diese Sprachkurse zu schaffen. Das gabe es auch früher, aber sie konnten zumindest so gut Deutsch, dass sie auf der Baustelle arbeiten konnten.” Man müsse bedenken, dass viele noch nie eine Schule besucht haben und dadurch viele Grundvoraussetzungen fehlen um so Sprachkurse zu bestehen. Strini kritisiert im Talk aber auch die Vorgehensweise der Bundesregierung, die zum Beispiel Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen der Sonderkontingente im Tourismus und der Landwirtschaft praktisch abgeschafft habe. “Ich halte das nicht für zielführend. Es hätte geholfen, die Fachkräftesituation im Tourismus zu beheben.”

Viele Flüchtlinge wollen laut Strini auch erfolgreich sein und nicht in der sozialen Hängematte liegen. “Die wollen das auch ihren Leuten zuhause zeigen und ich glaube, dass man ihnen die Chance dazu geben sollte.”

Entspannung findet Anton Strini privat beim Musizieren. “Ich würde noch gerne eine CD produzieren – das entspannt mich einfach.” Er sitzt auch gerne auf das E-Mountainbike und “radelt” durch die Gegend. Zudem sei er einfach auch politisch interessiert und appelliert: “Die Gesellschaft darf nicht in eine Richtung gehen, die die Menschlichkeit außer Acht lässt.” Es gehe nicht darum, dass alle Flüchtlinge dieser Welt in Österreich aufgefangen werden können. Man müsse aber einfach rasch klären, ob ein Mensch in Österreich bleiben darf oder nicht. (VOL.AT)

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