Zickzackkurs von Altach

Der Senat 1 der österreichischen Fußball-Bundesliga wird sich am 25. Jänner (17:00 Uhr) mit dem Dopingfall von Modou Jagne befassen. SCR Altach will vor weiteren Maßnahmen das Urteil abwarten. | Hintergrund | ÖFB-Vorschriften

Am 12. Jänner war Modou Jagne nach Bekanntwerden seines positiven Dopingbefundes vom Trainings- und Spielbetrieb suspendiert worden. Altachs Sportchef Christoph Längle sprach – mit einem Verweis auf den Vertrag des Stürmers aus Gambia – von einem “klaren Missbrauch” und davon, dass alles auf eine fristlose Kündigung hinauslaufe. Einen Tag später wurde von Vorstandsmitglied Walter Kopf vom Versuch einer “einvernehmlichen Lösung” gesprochen. Nun will der Verein erst einmal die Sitzung des Senat I (25. Jänner um 17 Uhr in Wien) und ein mögliches Strafausmaß abwarten – und spricht von einer “zweiten Chance”.

Für SCRA-Präsident Werner Gunz ist es vor allem wichtig, was die “Fachleute sagen. Wir sind in dem Dopingthema nicht so drinnen, deshalb warten wir die Sitzung ab.” Der Klubchef nennt aber zwei mögliche Szenarien: Bei einer längeren Sperre wird es zu einer einvernehmlichen Auflösung des Vertrags kommen. Fällt die Strafe relativ glimpflich aus, denkt der Verein an eine “zweite Chance” – allerdings mit Auflagen: “Verbunden mit einem zweiten Dopingtest sowie weiteren freiwilligen Tests”, so Gunz. Auch disziplinär dürfe es keine Ungereimtheiten mehr geben und der Weg zurück wäre nur sportlich möglich.

Reaktionen

Johannes Rauch (Grüne): Auf eine zweite Chance hofft Altach-Fan Johannes Rauch. Der Spieler habe eingesehen, dass er einen Fehler gemacht habe und sei sich auch im Klaren darüber, welche Konsequenzen er zu tragen habe. Ein einziger Fehltritt sollte allerdings nicht sofort zum beruflichen Aus führen. Zweite Chance für Jagne [.pdf – 89KB]

Andreas Prenn (Supro): Die Vorbildwirkung für den Sportnachwuchs sei durch den Missbrauch von Nikotin, Alkohol und anderen Substanzen wie Cannabis gefährdet. Damit könne ein gegenteiliger Effekt eintreten. Vereinsaktive sollten deshalb sensibilisiert werden und sich ihrer Verantwortung gegenüber den Sportlern bewusst sein. Supro-Statement [.pdf – 94KB] Kinder stark machen [.pdf – 167KB]

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