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Zelaya-Vertreter erklärten Krisengespräche in Honduras für beendet

Die Delegation des abgesetzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya hat die Gespräche mit der aus einem Putsch hervorgegangenen Übergangsregierung von Roberto Micheletti in Honduras für beendet erklärt. Die 16-tägigen Bemühungen um einen Dialog seien erschöpft, "wir können nicht weiter Fristen setzen", sagte Delegationsmitglied Mayra Mejia am Freitag.

Zelayas Verhandlungsführer Victor Meza hatte Michelettis Delegation zuvor ein Ultimatum gesetzt. Wenn sie nicht, wie von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gefordert, bis Mitternacht (Freitag 08.00 Uhr MESZ) Zelayas Wiedereinsetzung ins Präsidentenamt zustimme, betrachte er den Dialog als beendet.

Die Gegenseite hatte das Ultimatum zurückgewiesen. Michelettis Delegation will nach Angaben von Delegationsmitglied Vilma Morales erst am Freitag um 10.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) auf die Aufforderung reagieren oder einen Gegenvorschlag vorlegen.

Zelaya war Ende Juni wegen einer angestrebten Verfassungsänderung für eine weitere Amtszeit entmachtet und vom Militär außer Landes gebracht worden. Ende September kehrte er heimlich in seine Heimat zurück und sitzt seither in der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa fest. Gemäß derzeitiger Verfassung darf er nicht erneut für das Präsidentenamt kandidieren. Die nächsten Wahlen sollen am 29. November abgehalten werden.

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