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Zehntausende Zivilisten sitzen in IS-Hochburg Manbij fest

Eine Frau auf der Flücht vor dem IS
Eine Frau auf der Flücht vor dem IS
In der vom Islamischen Staat (IS) kontrollierten nordsyrischen Stadt Manbij sind nach Angaben der in Großbritannien ansässigen "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte" Zehntausende Zivilisten eingeschlossen. Flugzeuge der internationalen Militärkoalition bombardierten die Stadt in der Provinz Aleppo ohne Unterlass, warnte die oppositionsnahe Organisation.


Die Einwohner hätten keine Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen, da alle aus der Stadt herausführenden Straßen versperrt seien. Die “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte” hat ihren Sitz in Großbritannien und bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, unabhängige Medien in Syrien de facto nicht mehr präsent.

Das von den USA unterstützte arabisch-kurdische Rebellenbündnis SDF hatte am Freitag den Belagerungsring um die seit 2014 vom IS kontrollierten Stadt geschlossen. Zuvor hatte es die Hauptversorgungsroute des IS zwischen der türkischen Grenze und der IS-Hochburg Al-Raqqa abgeschnitten. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden bei den Gefechten um Manbij mindestens 159 IS-Kämpfer, 22 SDF-Kämpfer und 37 Zivilisten getötet. In den vergangenen Tagen waren tausende Menschen aus der überwiegend von Arabern bewohnten Stadt geflohen.

Bei einem Anschlag am schiitischen Mausoleum von Sajjida Seinab in der Nähe von Damaskus wurden am Samstag nach Angaben der Beobachtungsstelle mindestens 20 Menschen getötet, darunter 13 Zivilisten. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen über ein Netz von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, zwei Selbstmordattentäter hätten sich am Eingang des Schreins in die Luft gesprengt, einer von ihnen in einem Auto. Der IS bekannte sich über seine Nachrichtenagentur Amak zu dem Anschlag und sprach von drei Selbstmordattentätern.

Der Schrein von Sajjida Seinab liegt rund zehn Kilometer südlich des Zentrums von Damaskus. Er beherbergt das Grabmal einer Enkelin des Propheten Mohammed. Die schiitische Pilgerstätte ist weiträumig abgeriegelt, nachdem es dort in den vergangenen Jahren wiederholt Anschläge gab. So hatten am 21. Februar zwei Selbstmordattentäter 134 Menschen in den Tod gerissen.

Unterdessen erreichte ein Hilfskonvoi mit Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern für mehr als 14.000 Familien die Region Al-Hula in der von Rebellen kontrollierten Provinz Homs. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der syrische Rote Halbmond hätten das von den staatlichen Truppen belagerte Al-Hula erreicht, sagte ein Sprecher des IKRK in Syrien.

Derweil dauerten die Luftangriffe auf die belagerte Stadt Daraja weiter an, wie die Beobachtungsstelle mitteilte. Erneut seien mindestens acht Fassbomben abgeworfen worden, was die Verteilung der Hilfslieferungen erschwere, erklärte der Aktivist Shadi Matar.

Die Luftangriffe der syrischen Regierungstruppen auf Daraja waren von den USA und Frankreich bereits scharf verurteilt worden. Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault warf Damaskus “außerordentliche Doppelzüngigkeit” vor, da die Angriffe mit Fassbomben erfolgten, nachdem erstmals seit Jahren ein Hilfskonvoi mit Nahrungsmitteln in die Stadt gelangt war. US-Außenamtssprecher Mark Toner sagte, Angriffe mit Fassbomben seien ohnehin “nicht hinnehmbar”, doch unter diesen Umständen seien sie noch schändlicher, weil sie “auch die Lieferung und Verteilung schrecklich benötigter Hilfe behinderten”.

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