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Zehntausende geben einander bei Massenhochzeit in Südkorea das Jawort

Bei der größten Massenhochzeit der umstrittenen südkoreanischen Vereinigungskirche seit zehn Jahren haben einander mehr als 10.000 Paare das Jawort gegeben oder ihr Eheversprechen erneuert.

Die Zeremonie am Mittwoch in Asan südlich von Seoul wurde von Sektengründer Sun Myung Moon geleitet. Dutzende weitere Massenhochzeiten fanden zeitgleich auf der ganzen Welt statt. Daran nahmen etwa 10.000 weitere Paare teil.

Der 89-jährige Moon, der sich selbst als Messias bezeichnet, gründete die Vereinigungskirche 1954 und hielt Anfang der 60er Jahre die erste Massenhochzeit ab. Die Veranstaltungen wurden im Laufe der Jahre immer größer. An der größten Zeremonie nahmen 1999 im Olympiastadion von Seoul etwa 42.000 Paare teil. Viele der Frischvermählen lernen ihre neuen Partner dabei erst kurz zuvor durch Moons Vermittlung kennen. Ein entsprechender Brauch hat in der Glaubensgemeinschaft jahrzehntelange Tradition. Kritiker werfen der Vereinigungskirche die finanzielle Ausbeutung ihrer Mitglieder vor.

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