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Zehntausende demonstrieren gegen Kutschma

Trotz eines Verbots der Behörden haben am Samstag mehr als 10.000 Menschen gegen den ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma protestiert.

Die Demonstranten zogen in drei Gruppen durch das Zentrum der Hauptstadt Kiew und versammelten sich auf dem Europa-Platz. Sie riefen Parolen wie „Kutschma raus“ und forderten auf Spruchbändern, den Staatschef vor Gericht zu stellen. „Präsident Kutschma hat die Macht in unserem Land widerrechtlich an sich gerissen“, sagte der Abgeordnete Olexander Turtschinow, der dem oppositionellen Timoschenko-Block angehört.

In einer gespielten Gerichtsverhandlung wollten die Demonstranten dem Präsidenten symbolisch den Prozess machen. Seit Monaten demonstrieren tausende Ukrainer immer wieder für den Rücktritt Kutschmas. Sie werfen ihm vor, seine Macht zu missbrauchen und die Bürgerrechte zu verletzen. Außerdem soll der Staatschef in die Ermordung eines regimekritischen Journalisten und in illegale Waffengeschäfte mit dem Irak verwickelt sein. Britische und US-Experten sollen diesen Vorwurf ab Sonntag klären.

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