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Zehn Schlepper in Österreich verhaftet

Einen Schlepperring haben jetzt Polizisten in Österreich ausgehoben. Zehn Personen, neun Kosovo-Albaner und eine Österreicherin, wurden festgenommen. Die Gruppe wird verdächtigt, seit Mai 2008 mehrere hundert Personen aus dem Kosovo und Albanien nach Österreich und weiter in andere EU-Staaten geschleust zu haben. Pro Person verlangten sie dafür zwischen 2.500 und 8.000 Euro.

Laut Gerald Tatzgern, Leiter des Büros für Schleppereibekämpfung im BK, handelt es sich “bei der Operation ‘Eule’ um einen der größten Schläge gegen die internationale Schlepperkriminalität der vergangenen Jahre”. Unter den Festgenommenen sollen sich auch die drei Hauptverdächtigen befinden. Die Route verlief über Serbien und Ungarn nach Österreich. Die verdächtige Frau war übrigens der Liebe und des Geldes wegen an den Aktivitäten der Gruppe beteiligt.

In Österreich wurden die Flüchtlinge, die teils zu Fuß, teils in Fahrzeugen unterwegs waren, von den mutmaßlichen Organisatoren in Gruppen von bis zu 20 Personen in Fahrzeugen nach Wien gebracht. Dann ging es weiter in die Zielländer wie Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, die Schweiz und Großbritannien. Von der Zieldestination hing letztendlich auch der Preis ab. Großbritannien war am teuersten: 8.000 Euro zahlten die Geschleppten unter anderem für die Erstellung spezieller Dokumente.

Die Exekutive führte in den Bundesländern Niederösterreich, Salzburg und Wien vier Hausdurchsuchungen durch. Federführend waren die Landeskriminalämter Salzburg und Niederösterreich, beteiligt waren auch das Landeskriminalamt Burgenland, das Landespolizeikommando Wien sowie die “Cobra”. Das Bundeskriminalamt unterstützte und koordinierte die Einsätze. Der Fall war am Freitag noch nicht abgeschlossen. Im Bundeskriminalamt wollte man nicht ausschließen, dass es in den nächsten Tagen weitere Festnahmen geben könnte.

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