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Zahlen müssen auf den Tisch

Vier Tage nach dem Aus der Erste VEU warten die Spieler nach wie vor auf Präsident Amann – und ihre Gagen. [16.3.99]

Der Hoffnungsträger heißt Alan Cardwell, der bereits verschiedene Gläubiger beschwichtigte und diverse „Notfälle“ aus eigener Tasche bezahlte. Seine Bedingung: Sämtliche Schuldenstände müssen offengelegt werden.

Ansonsten gibt es laut Cardwell keine Basis für eine Zusammenarbeit: „Ich muß genau wissen, wie hoch die Verbindlichkeiten sind. Sonst ist das Ganze ja ein Faß ohne Boden.“ Der Brite beruhigte am Montag abend noch mal die Spieler, stellte aber klar, daß er ohne genaue Zahlen von seiten des VEU-Präsidenten nicht mehr zu weiteren Gesprächen bereit ist.

Mit „Zahlen“ meint Cardwell neben den bekannten Verpflichtungen (Finanzamt, Krankenkasse, Altlasten etc.) Schulden bei Sepp Lenhart, dessen Nachfolger Bernhard Lampert, schließlich Schulden der VEU gegenüber Amann selbst – und nicht zuletzt den genauen Stand der ausständigen Prämien und Löhne der Spieler aus der aktuellen Saison.

Der Samina-Boß, der am Montag abend ein weiteres Treffen mit den Spielern platzen ließ, hofft nach wie vor, mit Cardwell eine Lösung finden zu können – denn daran scheint derzeit alles zu hängen: „Bevor ich Alan erreicht habe, kann ich nichts unternehmen.“

Neues gibt es aus Feldkirch, wo am Montag die Stadtvertreter tagten: Der geplante Hallenumbau wurde zwar fürs erste bestätigt, vorerst will man aber die weitere Entwicklung des Vereins abwarten.

(Bild: VN)

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