Zahl der Einbürgerungen in Vorarlberg stark gesunken

Die Einbürgerungen in Vorarlberg sind 2018 deutlich zurückgegangen.
Die Einbürgerungen in Vorarlberg sind 2018 deutlich zurückgegangen. ©VOL.AT/Philipp Steurer, APA
In drei Bundesländern ist die Zahl der Einbürgerungen 2018 zurückgegangen: In Vorarlberg fiel der Rückgang am zweitdeutlichsten aus.
207 Einbürgerungen im ersten Halbjahr

Ein Rückgang von 18,7 Prozent auf 261 Einbürgerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden in den ersten neun Monaten 2018 in Vorarlberg verzeichnet. Nur in Salzburg (-38,4 Prozent auf 231) war der Rückgang größer. In absoluten Zahlen gemessen gab es nur im Burgenland und in Salzburg weniger Einbürgerungen als in Vorarlberg.

Mehr Einbürgerungen in Österreich

Die Zahl der Einbürgerungen steigt in Gesamt-Österreich aber weiter. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurde laut Statistik Austria die österreichische Staatsbürgerschaft an insgesamt 6.971 Personen verliehen. Damit gab es um 115 Einbürgerungen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+1,7 Prozent). Der seit dem Jahr 2011 beobachtbare Trend steigender Einbürgerungszahlen setzte sich somit weiter fort.

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Hauptsächlich Frauen und Minderjährige

Mit 2.447 Personen ist bereits mehr als ein Drittel der eingebürgerten Personen in Österreich geboren (35,1 Prozent). Vor der Einbürgerung waren rund ein Drittel der neuen Österreicherinnen und Österreicher Staatsangehörige eines der folgenden vier Staaten: Bosnien und Herzegowina (761), Türkei (588), Serbien (478) und Kosovo (429). Mehr als die Hälfte aller eingebürgerten Personen waren Frauen (54,4 Prozent), der Anteil der unter 18-Jährigen betrug 34,3 Prozent.

Rückgänge in drei Bundesländern

In sechs Bundesländern wurden in den ersten drei Quartalen 2018 mehr Personen eingebürgert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zuwächse waren im Burgenland (+36,8 Prozent auf 119 Einbürgerungen) am deutlichsten, gefolgt von Niederösterreich (+25,4 Prozent auf 1.164), Oberösterreich (+7,6 Prozent auf 853), Tirol (+5,8 Prozent auf 403), Kärnten (+4,5 Prozent auf 279) und Wien (+3,2 Prozent auf 3.083). Einen Rückgang gab es in der Steiermark (-15,5 Prozent auf 541), in Vorarlberg (-18,7 Prozent auf 261) und in Salzburg (-38,4 Prozent auf 231).

Gründe für die Einbürgerung

Fast zwei Drittel aller Einbürgerungen (59,4 Prozent bzw. 4.138 Personen) in den ersten neun Monaten 2018 erfolgten aufgrund eines Rechtsanspruchs. Davon wurden 2.039 Personen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen eingebürgert (z. B. nachgewiesene Deutschkenntnisse und nachhaltige Integration, EWR-Staatsangehörigkeit, Geburt in Österreich oder asylberechtigt), 269 Personen aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes in Österreich und nachhaltiger Integration. 536 Personen wurde die österreichische Staatsbürgerschaft aufgrund der Ehe mit einem Österreicher bzw. mit einer Österreicherin verliehen. Unter dem Titel Erstreckung der Verleihung wurden 237 Ehegattinnen bzw. Ehegatten sowie 1.701 Kinder eingebürgert. Weitere 895 Personen bzw. 12,8 Prozent erhielten die Staatsbürgerschaft im Ermessen, darunter 859 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz.

(APA/Red.)

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