Zahl der Arbeitslosen in Vorarberg dank Tourismus gesunken

Weniger Arbeitslose in Vorarlberg.
Weniger Arbeitslose in Vorarlberg. ©VOL.AT/Bernd Hofmeister
Bregenz - In der  Arbeitslosen-Statistik des AMS von ganz Österreich wurde ein Anstieg der Arbeitslosen verzeichnet. Nur in den Bundesländern Vorarlberg und Tirol konnten im März wegen einer guten Tourismussaison weniger Arbeitslose gezählt werden.
4,4 Prozent mehr Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen in Vorarlberg ist zurück gegangen. 1,6 Prozent weniger Arbeitslose als im März des vergangenen Jahres wurden aufgezeichnet. Ende März waren beim AMS in Vorarlberg 8.331 Personen, davon 4.501 Männer und 3.809 Frauen als arbeitslos vorgemerkt.

Die Arbeitslosigkeit bei den Frauen im Ländle ist deutlich gesunken, die der Männer jedoch fast gleich geblieben. Bei den Männern gibt es einen Arbeitslosen mehr als im Vorjahr im März. Insgesamt sind in diesem Jahr Ende März 136 Arbeitslose weniger gezählt worden.

Arbeitslosigkeit ist bundesweit angestiegen

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich im März ist bei Männern stärker ausgefallen als bei Frauen. Die Zahl der vorgemerkten arbeitslosen Männer erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,7 Prozent (8.373) auf 154.648. Bei Frauen wurde nur ein Anstieg von 2,6 Prozent (2.814) auf 109.126 verzeichnet. Die Bauwirtschaft habe einen gedämpften Frühlingsbeginn erlebt, hieß es dazu aus dem Sozialministerium.

Am stärksten fiel die Zunahme bei behinderten Personen (+14,5 Prozent), Leiharbeitern (+12,8 Prozent) und Ausländern (+11,8 Prozent) aus. Ebenfalls überproportional stieg die Arbeitslosigkeit von Personen ab 50 Jahren mit einem Plus von 8,5 Prozent. Vergleichsweise gering war die Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit mit 1,9 Prozent.

4,4 Prozent Anstieg

Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen im März im Jahresabstand um 4,4 Prozent oder 11.187 Personen auf 263.774 gestiegen. “Die Frühjahrsbelebung am österreichischen Arbeitsmarkt fiel im heurigen März stärker aus als letztes Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber dem Vormonat um 46.290 (2011: 39.671)”, betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S).

Die Differenz zwischen Lehrstellensuchenden und offenen Lehrstellen (“Lehrstellenlücke”) ging auf 909 zurück. 4.725 Lehrstellensuchenden standen 3.816 offenen Lehrstellen gegenüber. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 8,3 Prozent, was der zweitbeste Wert in der EU ist.

Vorarlberg und Tirol mit Arbeitslosen-Rückgang

Einzig in Tirol (-4,5 Prozent) und Vorarlberg (-1,6 Prozent) wurden im März dank einer guten Tourismussaison weniger Arbeitslose verzeichnet, den stärksten Anstieg im Jahresabstand gab es in der Steiermark (+9,0 Prozent). Auch in Niederösterreich (+7,3 Prozent), dem Burgenland (+6,6 Prozent) und Salzburg (+5,3 Prozent) gab es einen höheren Anstieg als im Bundesdurchschnitt. In Wien stieg die Anzahl der Arbeitslosen um 3,6 Prozent auf 83.161 und in Kärnten um 1,6 Prozent auf 22.475.

Im Tourismus habe vor allem die anlaufende Ostersaison die Arbeitslosigkeit um 3,4 Prozent auf 32.585 Personen gesenkt, so das Sozialministerium. In allen anderen Branchen wurde ein Anstieg verzeichnet: in der Baubranche (+10,6 Prozent), im Gesundheits- und Sozialwesen (+7,5 Prozent) und im Handel (+4,5 Prozent).

APA, VOL.AT

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