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Wurz toller Vierter in Imola

WM-Leader Fernando Alonso hat am Sonntag im Grand Prix von San Marino in Imola seinen dritten Saisonsieg in Folge gefeiert und Renault im vierten Rennen den vierten Erfolg beschert. Alexander Wurz wurde toller Vierter.

Mann des Tages in Imola war aber Weltmeister Michael Schumacher, der nach einer grandiosen Aufholjagd von Platz 13 noch Zweiter wurde und sich Alonso nur um 0,215 Sekunden geschlagen geben musste. Alexander Wurz rettete nach dem frühen Out von Pole-Mann Kimi Räikkönen die Ehre von McLaren-Mercedes mit einem starken vierten Platz.

In der Anfangsphase war der 25. Imola-GP das Rennen der Pechvögel. Melbourne-Sieger Giancarlo Fisichella musste schon in der fünften Runde seinen dritten Ausfall in Folge hinnehmen. Gleich darauf erwischte es den  führenden Wurz-Teamkollegen Räikkönen, der mit defekter Antriebswelle an die Box rollte. Auch Rubens Barrichello (8.) im Ferrari und Patrick Friesacher im neuen Minardi (9.) teilten bald darauf dieses Schicksal. Wurz fuhr zu diesem Zeitpunkt in einem von Jarno Trulli gebremsten Pulk auf Platz sechs. Nach den ersten Boxenstopps zwischen den Runden 22 und 27 führte Alonso klar vor Jenson Button, Schumacher und Wurz, der sich noch vor Halbzeit auf Platz vier vorgekämpft hatte.

Schumacher, nur von Platz 13 gestartet, fuhr in dieser Phase klar schneller als alle anderen. Die schlechte Startposition hatte sich der Deutsche zuvor im zweiten Qualifying eingehandelt, weil er auf einer Bodenwelle mit dem schweren Ferrari in der Rivazza ausgehebelt worden und von der Strecke gekommen war. Ein Fehler, der Schumacher im Ferrari-Heimrennen wohl den Comeback-Sieg gekostet hat. Nach der zweiten Boxenserie war der 36-jährige Champion schnell direkt hinter dem blauen Renault von Alonso, damit ergab sich erstmals heuer das direkte Duell der beiden Top-Piloten. Alonso machte aber keinen Fehler und hielt den 83-fachen GP-Sieger hinter sich. In der WM liegt der 23-jährige Spanier mit 36 Zählern vor Jarno Trulli (18), Schumacher hat nach vier Rennen immer noch 26 Punkte Rückstand auf Alonso.

Während das österreichische Red-Bull-Team, für das anstelle des Vorarlbergers Christian Klien erstmals der Italiener Vitantonio Liuzzi (Elfter) fuhr, zum ersten Mal in dieser Saison leer ausging, holte der kanadische Sauber-Pilot Jacques Vileneuve, neben Schumacher der einzige Weltmeister im Feld, als Sechster seine ersten WM-Punkte seit 2003 im BAR.

Tolles Wurz-Comeback
Alexander Wurz hat ein tolles Comeback hingelegt. Der Niederösterreicher belegte in seinem ersten Rennen seit Oktober 2000 Rang vier – eine bemerkenswerte Rückkehr, die mit fünf WM-Punkten und Lob von allen Seiten belohnt wurde. “Ich habe meine Visitenkarte abgegeben. Danke an das Team fürs Vertrauen, ich glaube, dass ich es gerechtfertigt habe“, freute sich Wurz, der für den verletzten Kolumbianer Juan Pablo Montoya ins Rennen geschickt worden war. Dennoch dürfte der Österreicher ab sofort wieder “nur“ in seine Rolle als Ersatzfahrer schlüpfen, für das Rennen in zwei Wochen in Montmelo bei Barcelona sollte Montoya wieder fit sein. Der Grand Prix von Spanien ist wegen der “Alonsomania“ längst ausverkauft.

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