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Wunderbar hell, klar und rein

Feldkirch - Chorkonzert als Glanzpunkt im Messiaen-Zyklus des Konservatoriums.

Das Landeskonservatorium wird seiner Aufgabe als Bildungsanstalt auch für das Publikum immer mehr gerecht. Keinem anderen Konzertveranstalter im Land ist es eingefallen, zum 100. Geburtstag von Olivier Messiaen auch nur eines seiner Werke aufs Programm zu setzen. Das Konse machte mit eigenen Kräften gleich einen ganzen Konzertzyklus daraus, exzellent programmiert mit Schlüsselwerken dieser Lichtgestalt der französischen Musik des 20. Jahrhunderts. Nach Bruno Oberhammers Orgelabend mit der „Meditation auf das Geheimnis der hl. Dreieinigkeit”, dem „Quartett auf das Ende der Zeit” und Elisabeth Zawadkes Vortrag ist das Chor-Orgelkonzert am Sonntag in der Kapelle beispielhafter Glanzpunkt für die Hinführung in diese für viele fremde Musik. Denn plausibler als alle Erklärungen ist an diesem Abend die Verschränkung von Messiaens Orgelwerk „La Nativité du Seigneur” („Die Geburt des Herrn”) durch den Chor mit Elementen, aus denen diese Musik vorwiegend gespeist ist: Gregorianik, Alte Musik, Vogelrufe, Zwölftöniges.

Erlebbare Visionen

Vier der neun Meditationen des gläubigen Katholiken Messiaen werden von Studentinnen der Orgelklasse Elisabeth Zawadke als „roter Faden” interpretiert, tief versunken in die Mystik, die spirituelle Kraft dieses Werkes: Yuka Kitano, Theresia Summer, Aki Huchler. Für die beiden wichtigsten Teile greift die mittlerweile international gehandelte Dozentin selbst in die Tasten der Pflügerorgel, formt „Die Kinder Gottes” zu einem einzigen großen Aufschrei, macht die Vision der „Engel” virtuos auf erregende Weise erlebbar, unterstreicht auch in den faszinierend registrierten Farbschattierungen die typische Tonsprache Messiaens.

Um Vieles reicher

Die hervorragende Arbeit, die am Konservatorium geleistet wird, macht aber auch der Chor der Anstalt deutlich, der die einzelnen Teile mit vorwiegend adventlich-weihnachtlich gefärbten Werken quer durch die Jahrhunderte kontrastiert und quasi kommentiert. Das klingt alles so wunderbar hell, klar und rein, dass einem das Herz dabei aufgeht, in erfrischender Jugendlichkeit, dabei bereits auf einem absolut professionellen Level. Markus Landerer demonstriert wieder seine Begeisterungsfähigkeit, sein fabulöses Talent als Chorerzieher. Führt seine flexible Mannschaft durch die vielen Klippen, versteht den Klang nach stilistischen Vorgaben auch immer wieder gekonnt zu differenzieren. Ein zahlreiches Publikum ist nach diesem Abend um viele Erfahrungen und Eindrücke reicher geworden.

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