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Würdiger Abschluss der diesjährigen Bludescher Orgelkonzerte

Würdiger Abschluss der Bludescher Orgelkonzerte mit dem Quartett Vocaliter und dem Organisten Johannes Ebenbauer
Würdiger Abschluss der Bludescher Orgelkonzerte mit dem Quartett Vocaliter und dem Organisten Johannes Ebenbauer ©Helmut Schuler
Bludesch. (hs) Am vergangenen Sonntag fand das letzte Konzert im Rahmen der diesjährigen Bludescher Orgelkonzerte statt. 

Mit der Nähe zu Allerheiligen wählten das Gesangsquartett Vocaliter mit Annegret Ziegler (Sopran), Ursula Breuer (Alt und musikalische Leitung), Rudolf Seidel (Tenor) und Steffen Farian (Bass) sowie Johannes Ebenbauer an der historischen Orgel Musik, die sich mit Tod und Vergänglichkeit auseinandersetzte.

Mit dem „Offertoire sur les Grands Jeux“ aus einer festlichen Messe des französischen Barockkomponisten und Hofmusikers Ludwigs XIV. François Couperin eröffnete Titularorganist an der Wiener Franziskuskirche Johannes Ebenbauer das Konzert. Intonationssicher gaben das Quartett Vocaliter anschließend die Lectio I und III aus den Klageliedern des Propheten Jeremias in der Vertonung von Orlando di Lasso sowie vier Motetten aus den Prophetiae Sibyllarum, die übrigens ein Geschenk von di Lasso an Herzog Albrecht von Bayern waren, zum Besten.

Aus dem berühmten Orgellehrwerk „Apparatus musico-organisticus“ von Georg Muffat, das zwölf Toccaten und drei Variationswerke für Orgel beinhaltet, intonierte Johannes Ebenberger durchsichtig und feinfühlig musiziert die Toccata sexta.

Musikalisch spürbar wurde die Trauer in den drei Liedern „I am the resurrection, Man that is born of a woman, I heard a voice from heav’n“ aus den Funeral Sentences von Thomas Morley.

Anschließend improvisierte Johannes Ebenbauer, der auch Orgelimprovisation an der Musikuniversität Wien unterrichtet, in mehreren Sätzen über ein choralmäßig angelegtes Thema. Dabei verstand er es, das Klangspektrum der historischen Bergöntzle-Orgel voll zur Geltung zu bringen.

Das Quartett Vocaliter setzte mit den drei Sätzen „Kyrie, Sanctus und Agnus Dei“ aus dem Requiem des französischen Komponisten Jehan Alain, der in jugendlichem Alter während eines Gefechts 1940 den Tod fand, einen letzten berührenden vokalen Höhepunkt.

Mit der „Fuga sopra Magnificat peregrini toni“, die Ebenbauer abwechslungsreich registrierte, endete das letzte Konzert der diesjährigen Saison mit einem Jubelgesang bachscher Orgelmusik.

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