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"Wollen EU-Förderung für AKW verhindern"

Land unterstützt Global-2000-Petition gegen EU-AKW-Förderung.
Land unterstützt Global-2000-Petition gegen EU-AKW-Förderung. ©dpa
Bregenz - Einen Fördermechanismus, der bisher nur erneuerbarer Energie vorbehalten war, will die EU-Kommission für den Bau neuer AKW nutzen. Dagegen protestiert Global 2000 mit einer Petition. „Diese unterstützen wir zu 100 Prozent", sagt LH Wallner.

Im Ländle heißt die Devise: Weg von gefährlicher Atomkraft und fossilen Energieträgern, hin zur Energieautonomie 2050 durch Energieeffizienz und mit sauberer und sicherer Wasserkraft sowie Sonnenenergie, Erdwärme, Biogas und Biomasse.

Die EU-Kommission hingegen bereitet derzeit Subventionen für den Bau neuer Atomkraftwerke vor. „Es handelt sich um einen Fördermechanismus, der im Sinne des Umweltschutzes bisher nur erneuerbarer Energie vorbehalten war. Das neue Beihilferecht der EU will nun alle Energiearten förderbar machen, die als CO2-arm gelten. Atomkraft als Energiegewinnung darf im geplanten Beihilferecht nicht aufgrund angeblicher Kohlenstoffarmut den erneuerbaren Energien wie der Wind- und Solarenergie gleichgestellt werden”, heißt es seitens der Umweltschutzorganisation Global 2000, die via Online-Petition my-voice.eu Unterschriften sammelt. „Für die Atomlobby geht es ums Ganze: Die derzeit geplanten Atomkraftwerke in der EU sind ohne diese neuen Subventionen nicht realisierbar, weil keine Investoren für die hohen Kosten aufkommen. Daher sollen die Steuerzahler für die Errichtung der geplanten Atomkraftwerke wie Hinkley Point C in Großbritannien und Temelin 3 und 4 in der Tschechischen Republik bezahlen.”

„Wir unterstützen die Global-2000-Petition zu hundert Prozent”, betont Landeshauptmann Markus Wallner gegenüber den VN. Das CO2-Argument pro Atomkraft sei ein schlechter Scherz. Dieser Zug sei abgefahren.

Anti-Atomkraft-Tradition

„Nach Tschernobyl und Fukushima sollte inzwischen weltweit klar sein, dass die lebensgefährliche Kernkraft keine Zukunft hat. Der Landtag hat mehrere einstimmige Beschlüsse im energiepolitischen Bereich gefasst – wir bekennen uns zum Klimaschutz und lehnen den Betrieb von Atomanlagen ab”, sagt Wallner. Vorarlberg habe seit Jahrzehnten Anti-Atomkraft-Tradition. Zuletzt haben nach der Fukushima-Katastrophe über 90.000 VN-Leser gegen die Kernenergie unterschrieben. „Trotz Wirtschaftswachstum und Zunahme von Wohnflächen und Verkehr ist der Energieverbrauch bei uns konstant geblieben bzw. tendenziell leicht gesunken. Die CO2–Emissionen sinken aufgrund des vermehrten Einsatzes von erneuerbaren Energieträgern”, bestätigt Wallner.

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