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"Wollen alle wieder normal leben": Elternvertreter zu FFP2-Masken im Unterricht

©VOL.AT/Steurer, VOL.AT/Mayer
Ab den Semesterferien gelten neuen Regeln: Oberstufen-Schüler müssen auch im Unterricht die FFP2-Maske tragen. So denkt Elternvertreter Tagger.
Schulen: Diese neuen Regeln gelten

Am Dienstag kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) die neuen Regeln für Schulen an. Diese sollen ab den Semesterferien gelten.

Die Schüler könne wieder in den Präsenzunterricht zurück - allerdings gelten strenge Maßnahmen. Unterricht findet im Schichtbetrieb statt, neben Selbsttests kommt auch die Maskenpflicht:

  • Volksschulkinder müssen im Schulgebäude einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen, dürfen diesen aber in der Klasse abnehmen.
  • Unterstufenschüler müssen auch im Unterricht den MNS auf behalten. Für
  • Oberstufenschüler gilt auch während des Unterrichts die FFP2-Maskenpflicht.

"Es ist grundsätzlich sinnvoll, dass wir alles unternehmen, damit wir möglichst schnell wieder zum normalen Schulbetrieb zurückkommen können", erklärt Elternvertreter Michael Tagger. "Durch die heutige Pressekonferenz des Bildungsministers sehen wir gute Chancen, dass das möglichst bald der Fall sein wird."

Matura mit FFP2-Maske bedenklich

Das Maskentragen sei klar geregelt. Er habe aber bereits mitbekommen, dass hier durchaus Unsicherheit erzeugt werde, so Tagger gegenüber VOL.AT. Vor allem die lange Tragedauer sei hier ein Knackpunkt. Wenn es Maskenpausen gebe, müsse dies klar schulintern geregelt sein. "Wenn ich jetzt aber daran denke, dass die Maturanten fünf Stunden eine FFP2-Maske während einer Matura tragen müssen, dann ist das schon etwas, das besprochen gehört und das auch kommunziert gehört, wie das wirklich stattfinden soll", verdeutlicht der Elternvertreter. Hier könnte man auch überlegen, ob man durch Testungen und Abstand bei der Matura und anderen wichtigen langen Prüfungen auf die Maskenpflicht verzichten könnte. "Man muss sich am Schulstandort orientieren", so Tagger zur Maskenpflicht. "Man muss sich auch an den Platzmöglichkeiten in der Schule orientieren." Außerdem sei auch die Infektionszahl an der Schule wichtig. Wenn Kinder regelmäßig getestet seien, könne man das Risiko minimieren.

Hauptsache Präsenzunterricht?

Es sei gut verständlich, dass manche Schüler und Eltern nach längerem Distance Learning alles tun würden, um in den Präsenzunterricht zurück zu kehren. "Man glaubt es kaum: Die Schüler wollen zurück in die Schule", verdeutlicht Tagger. Das Image der Schule habe sich sehr stark verbessert, weil es dort viele Dinge gebe, die es im Distance Learning nicht gebe - etwa das miteinander in der Schulgemeinschaft. Auch andere Formen des Unterrichts seien in der Schule möglich. "Der normale Schulunterricht ist absolut das Beste und da müssen wir hin", so der Elternvertreter im VOL.AT-Gespräch. Dass hier notwendige Maßnahmen getroffen werden müssen, sei ganz klar. Je schneller man zurück komme, je sicherer man sein könne, dass es keine Infektionen mehr an Schulen gebe, desto besser. Dazu brauche es auch die Eigenverantwortung der Einzelnen: "Denn wir wollen alle wieder normal leben", schließt Tagger.

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(Red.)

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