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Wolfurt: Hausbrand von Brandstifter gelegt

(VN) Wolfurt - Ursache des Feuers, das in der Nacht auf Mittwoch in einem Wohnhaus in Wolfurt ausbrach, ist eindeutig Brandstiftung, so die Polizei am späten Mittwochabend. Ein Beschuldigter wurde bereits ermittelt, der Mann ist geständig.
80-Jährige bei Brand aus erstem Stock gerettet
Bilder: Die Brandruine in Wolfurt

Der Beschuldigte konnte in Zusammenarbeit mit dem LKA Vorarlberg ermittelt werden, er wird nun über Auftrag der Staatsanwaltschaft Feldkirch auf freiem Fuß angezeigt.

“Überall loderten die Flammen”

Großbrand in Wolfurt: LH-Bürochef Jürgen Kessler rettete 80- jährige Frau aus einem brennenden Haus.

Der Brandgeruch hing auch noch viele Stunden, nachdem ein Feuer in in einem Einfamilienhaus in Wolfurt ausgebrochen war, in der Luft. In der Nacht auf Mittwoch fing ein Schuppen aus noch unbekannter Ursache Feuer. Die Flammen breiteten sich rasch auf die Fassade und den Dachstuhl des Hauses aus. Beim Eintreffen der Feuerwehren aus Wolfurt und Lauterach stand der Dachstuhl bereits voll in Brand. Eine 80-jährige Frau konnte gerade noch rechtzeitig gerettet werden.

Nachbarschaftshilfe

Was genau geschah, weiß Nachbar und Ersthelfer Jürgen Kessler zu berichten. Er hatte das Feuer um halb eins als erster entdeckt. „Ich wollte nach meinen Kindern schauen, als ich plötzlich gesehen habe, wie es draußen taghell erleuchtet war.“ Zu diesem Zeitpunkt hatten die Flammen wohl schon vom Schuppen auf das Einfamilienhaus übergegriffen. Gedankenschnell alarmiert Kessler die RFL und rennt los. Weitere Nachbarn kommen zu Hilfe.

Ein Schock

„Gemeinsam mit Herrn Bischof und Herrn Schwendinger habe ich dann versucht, die Hauseigentümer aufzuwecken.“ Dazu klingelten sie ohne Unterbrechung an der Haustür, rüttelten an Jalousien, klopften gegen Fenster. „Dann endlich kamen die Bewohner aus dem Erdgeschoss. Sie standen unter Schock“, erinnert sich der Büroleiter des Landeshauptmanns.

Die Tür fiel wieder ins Schloss. Doch die Mutter des Hauseigentümers befand sich noch im ersten Stock. „Also standen wir vor einem Problem und haben uns gefragt: Wie kommen wir da jetzt wieder rein“, verdeutlicht Kessler die Dramatik des Moments.

Gemeinsam schlugen die Helfer ein Fenster im Erdgeschoss ein, verschafften sich Zugang zum Haus und versuchten, über die Treppe in das obere Stockwerk zu gelangen. „Im Stiegenhaus loderten aber schon die Flammen und der Rauch war so stark, dass wir keine Luft mehr bekamen und umkehren mussten“, schildert der Ersthelfer die Situation. Ein neuer Plan musste her.

Auf die Leiter

Und so organisierten die Nachbarn eine Leiter, kletterten auf den Balkon, schlugen die Scheibe der Türe ein und fanden die 80-jährige Frau in ihrem „Versteck“ im Badezimmer vor. Mit vereinten Kräften konnten sie die Rentnerin über die Leiter nach unten tragen und vor den Flammen retten. Wenige Sekunden später traf die Feuerwehr ein. „Das war eindrucksvoll, was die Einsatzkräfte dann geleistet haben“, zollt Jürgen Kessler der Arbeit der Feuerwehren seinen Respekt.

Dem Einsatz der Nachbarn ist es allerdings zu verdanken, dass niemand schwerwiegend verletzt wurde. Die Rentnerin konnte bereits am Mittwochnachmittag aus dem Spital entlassen werden. „Ich habe überhaupt nicht nachgedacht und einfach instinktiv gehandelt“, beschreibt Kessler sein Engagement. (VN-HEY)

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