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Wohnen muss für Familien leistbar sein

Bregenz – Die Richtlinie für die Wohnbeihilfe ist in den letzten Jahren immer wieder verbessert worden, um dieses Instrument noch wirksamer zu machen.

“Wohnen ist ein Grundbedürfnis und soll daher möglichst für alle in unserer Gesellschaft leistbar sein. Die jüngsten Neuerungen in der Wohnbeihilfe kommen insbesondere den Familien zugute – ganz im Sinne unserer Initiative ‘Kinder in die Mitte'”, so Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Wohnbaulandesrat Manfred Rein.

Wie schon das erste Halbjahr 2008 zeigt, wird die neue Richtlinie sehr gut angenommen. In der Abteilung Wohnbauförderung rechnet man heuer mit einer Steigerung der Wohnbauhilfe-Auszahlungen um fast 20 Prozent gegenüber dem letzten Jahr.

Wohnbeihilfe-Auszahlungen 2003 – 2008
2003 – 12,64 Millionen Euro
2004 – 12,95 Millionen Euro
2005 – 13,57 Millionen Euro
2006 – 13,60 Millionen Euro
2007 – 15,78 Millionen Euro
2008 (1. Halbjahr) – 9,04 Millionen Euro

Eine wesentliche Verbesserung der Richtlinie sieht LR Rein neben der Erhöhung der Obergrenze des anzurechnenden Wohnungsaufwandes (inklusive Betriebskostenanteil) auch darin, dass die Einkommen von Kindern bis zum Alter von 27 Jahren nurmehr zur Hälfte und Lehrlingsentschädigungen gar nicht mehr als Einkommen gerechnet werden.

Hat eine Familie ein Kind mit Behinderung oder mindestens drei unterhaltspflichtige Kinder, so wird die zumutbare Wohnungsaufwandsbelastung um zehn Prozent verringert. LR Rein: “Das heißt für diese Familien, sie können mehr Wohnbeihilfe bekommen.” Mit steigender Personenanzahl steigt auch die anrechenbare Nutzfläche für die Berechnung der Wohnbeihilfe.

Für Alleinerziehende mit Kindern gilt nach wie vor, dass sie mit Kindern unter sechs Jahren oder drei Kindern im Alter von sechs bis 18 Jahren gar keine Beschäftigung haben müssen und Alleinerziehende mit bis zu zwei Kindern im Alter von sechs bis 18 Jahren nur eine Teilzeitbeschäftigung nachweisen müssen. Zudem ist Qualifizierung kein Hindernis mehr für den Bezug der Wohnbeihilfe, wenn Personen aus der Arbeitslosigkeit oder aus einer bisherigen Hilfstätigkeit in ein Lehrverhältnis wechseln.

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