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Wohlfühlort – nicht nur für Kühe

Den leidenschaftlichen Bauern Auguste, Bruno und Katharina Gaßner liegt die Gesundheit und Langlebigkeit ihrer Tiere besonders am Herzen.
Den leidenschaftlichen Bauern Auguste, Bruno und Katharina Gaßner liegt die Gesundheit und Langlebigkeit ihrer Tiere besonders am Herzen. ©VOL.AT/ Hofmeister
Frastanz - Die Bauernfamilie Gaßner in Frastanz-Gampelün hat für ihre Kühe ein „Hotel" errichtet.

Das Gebäude ist hell, sehr geräumig, komfortabel. Die Liegeboxen werden vom Tageslicht gewärmt, das durch die Shed-Dächer eindringt. Jeden Morgen können die Bewohner den Sonnenaufgang genießen. Und die Sicht von Gampelün ins Tal ist phänomenal.Im Wellnessbereich sorgt eine riesige elektrische Massage-Kratz-Bürste für Wohlbefinden. Sie ist übrigens frei benutzbar. Darunter stellen und die Borsten berühren, dann beginnt die Bürste den Körper zu massieren.

Ein besonderer Stall

Eine weitere Besonderheit ist der Futterautomat. Das Getreide wird in vielen kleinen Portionen abgesondert, sodass nicht zu viel auf einmal verzehrt wird. Auf diese Weise funktioniert der Stoffwechsel besser und eine Übersäuerung kann verhindert werden.

Dieser 2011 in Betrieb genommene Stall ist ein „Kuhhotel” und wurde so gebaut, dass seine Bewohner das ganze Jahr über – wann immer es sie gelüstet – ins Freie auf die vier Hektar große Weidefläche laufen können. Die Bewohner heißen beispielsweise Angelika, Ramona, Elfride, Emma, Linda oder Fliri.

VOL.AT/ Hofmeister
VOL.AT/ Hofmeister ©VOL.AT/ Hofmeister

Aber nicht nur die Kühe, sondern alle Tiere, die auf dem Bauernhof von Auguste und Bruno Gaßner leben, haben einen Namen. Und das sind zu den insgesamt 28 Kühen noch 35 Kälber, zwei Pferde, fünf Ziegen, ein Ziegenbock, zwei Schweine und fünf Katzen.

Die Gaßners pflegen eine respektvolle Beziehung zu ihren vierbeinigen Mitbewohnern, auch wenn der Großteil als Nutztiere gehalten wird. „Unser Ziel ist es, die Tiere artgerecht, ordentlich und sauber zu halten”, erklärt die Bäuerin Auguste Gaßner. „Die Gesundheit und Langlebigkeit unserer Tiere liegt uns sehr am Herzen.”

Da die Gaßners großen Wert auf nachhaltige Milchproduktion legen, wollen sie keine „Turbokühe” züchten. Sie sind mit mittlerer Milchleistung von 6000 bis 7000 Litern pro Jahr zufrieden. Auf diese Weise muss nur wenig Kraftfutter dazugekauft werden. Allerdings wird zurzeit zur Erhaltung der Zweinutzungsrasse von Braunvieh auf Fleckvieh umgestellt.

Den Sommer verbringen die meisten Kühe auf der Alpe. Seit Kurzem sind alle wieder „daheim” in ihrem „Hotel”.

Den Hof hat das Ehepaar Bruno (49) und Auguste (48) Gaßner von Brunos Eltern übernommen. Von den vier Kindern – zwei Söhne und zwei Töchter im Alter von 21 bis 24 Jahren – ist bislang nur das älteste von der Land­wirte-Leidenschaft befallen. Sollte keiner der Brüder den Hof einmal übernehmen wollen, dann wird ihn die 24-jährige Katharina weiterführen.

Die sympathische Jungbäuerin war es, die ihre Eltern
für den VN-Tierschutzpreis angemeldet hat. „Zu uns kommen Nachbarn, Kinder aus dem Heim Jagdberg, Familien, die auf dem nahen Campingplatz urlauben”, berichtet die junge Frau. „Unsere Stalltüre ist jederzeit und für alle offen.”

Aktion Heugabel

Die Gaßners bieten neben „Urlaub auf dem Bauernhof” auch „Schule am Bauernhof” und die „Aktion Heugabel” an. Die Gäste können beim Heuen mitmachen, beim Melken zuschauen, frische Milch probieren, reiten. „Wir nehmen uns Zeit, um den Besuchern zu zeigen, wie eine Landwirtschaft funktioniert”, sagt Katharina Gaßner, „unser Motto ist, möglichst vielen Menschen ein besseres Bild von der Landwirtschaft zu vermitteln.”

Zitat: Wir wollen möglichst vielen Menschen ein besseres Bild von der Landwirtschaft vermitteln. Katharina Gaßner

 

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