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Wo die Produktion Urlaub macht

Blum stoppt die Produktion für zwei Wochen. Die Zeit wird für wichtige Umbauarbeiten in den Werken genutzt.
Blum stoppt die Produktion für zwei Wochen. Die Zeit wird für wichtige Umbauarbeiten in den Werken genutzt. ©VOL.AT/Steurer
Schwarzach - Betriebsferien: Viele Vorarlberger Unternehmen stoppen im Sommer die Produktion.
Diese Betriebe stoppen die Produktion


“Sie erreichen uns wieder nach unserem Betriebsurlaub.” Mit diesen Worten melden sich ab heute viele Anrufbeantworter heimischer Unternehmen. Praktisch alle Textilbetriebe stoppen im Sommer für zwei bis drei Wochen die Produktion. Aber auch große Industriebetriebe anderer Branchen wie etwa der Höchster Beschlägehersteller Blum oder der Nenzinger Kranhersteller Liebherr machen kollektiv frei.

Zeit für Umbauarbeiten

“Ohne Betriebsurlaub hätten wir über eine sehr lange Zeitspanne eine Situation, die für die Produktion nicht günstig wäre”, erklärt Gerhard Blum im Gespräch mit den VN. Die Personallücken würden den Ablauf negativ beeinflussen. Der Betriebsurlaub bietet für den Beschlägehersteller mehrere Vorteile. „Da wir im Dreischichtbetrieb arbeiten, nutzen wir die Zeit für wichtige Umbauarbeiten, die wir während des Jahres nicht machen können“, so der Chef des Höchster Traditionsunternehmens weiter.

Betriebsurlaub verkürzt

Bei Blum hat der Betriebsurlaub Tradition. Zeitweise wurde die Produktion für drei Wochen geschlossen. Durch die Internationalisierung sei dies aber ein zu langer Zeitraum gewesen. Deshalb wurde auf zwei Wochen reduziert. „Wir planen die Urlaubsüberbrückung lange im Voraus“, so Gerhard Blum. Es werde ein großes Lager aufgebaut. „Die Auslieferung ist nur eine Woche lang unterbrochen.“ Durch die Tochtergesellschaften sei die Kundenbetreuung weiter möglich. Von den gut 4200 Mitarbeitern in Vorarlberg arbeiten rund 300 auch während der Ferien. Sie kümmern sich um die Instandhaltungsarbeiten in den Werken. Die Liste der Unternehmen, die im Sommer Betriebsurlaub machen, ist lang. Die meisten sind aus der Textilbranche. „Viele Mitarbeiter haben einen Migrationshintergrund“, erklärt Markus Riedmann, Obmann der Fachgruppe Stickerei/Textil in der Wirtschaftskammer. So sei die Möglichkeit für einen ausgedehnten Heimaturlaub gegeben. „Da auch Bleichereien und Ausrüstungsbetriebe Ferien machen, könnten wir zwar sticken aber nicht veredeln“, so Riedmann weiter.

Lange Tradition

In der Textilbranche haben Betriebsferien eine lange Geschichte. „Das ist im Markt so verankert“, sagt der Fachgruppenobmann. Die Kunden würden im selben Rhythmus arbeiten. Auch jene aus Afrika seien mit der Situation vertraut, da in Produktionsländern wie Italien und Frankreich die Urlaube ähnlich gehandhabt würden. „Wenn man die Vor- und Nachteile von Betriebsferien aufwiegt, dann ergibt sich eine Pattstellung.“ Ein Vorteil: Nach dem Urlaub seien die Mitarbeiter deutlich motivierter, so Riedmann. Für eine „Soft-Version“ des Betriebsurlaubs hat sich Liebherr in Nenzing entschieden. So definiere das Unternehmen die „Haupturlaubszeit“ quasi als „Betriebsurlaub“, sagt Marketingleiter Wolfgang Pfister. Die letzte Juli-Woche sei gesetzt. „Eine Woche davor oder eine Woche danach können Mitarbeiter zusätzlich eine Woche Urlaub anhängen“, erklärt Pfister. Es sei dennoch immer eine Kernmannschaft im Haus, um dringende Kundendienstaufträge oder Sonderprojekte abzuwickeln. Liebherr nutzt den Betriebsurlaub wie auch Blum für wichtige Instandhaltungsarbeiten an den Anlagen.

Betriebsurlaub im Winter

Keine Sommerpause kennt der Seilbahnhersteller Doppelmayr. „Im Sommer sind laufende Projekte bereits in Phasen, wo diverse Abteilungen immer wieder benötigt werden“, erklärt Unternehmenssprecher Ekkehard
Assmann. Der eigentliche Betriebsurlaub sei über Weihnachten/Neujahr, wo die Produktion für drei Wochen geschlossen wird.

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