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WM-Titelkampf nach Vettel-Sieg in Japan vertagt

Deutscher im Cockpit von Red Bull
Deutscher im Cockpit von Red Bull ©APA (epa)
In der Formel-1-WM 2009 hat es keine vorzeitige Entscheidung gegeben.
Bilder vom GP Grand Prix in Japan
Qualifikation zum Grand Prix von Japan
Bilder von der Qualifikation für den GP von Japan I
Bilder von der Qualifikation für den GP von Japan II

Sebastian Vettel hat mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg im Grand Prix von Japan die vorzeitigen Entscheidungen in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2009 um zumindest zwei Wochen vertagt. Der 22-jährige Deutsche vom österreichischen Red-Bull-Racing-Team siegte am Sonntag in Suzuka vor Jarno Trulli (Toyota) sowie Weltmeister Lewis Hamilton (McLaren), während WM-Leader Jenson Button über Platz acht nicht hinauskam. Damit verkürzte Vettel vor dem vorletzten Saisonlauf in zwei Wochen in Brasilien den Rückstand auf Button von 25 auf 16 Punkte.

Und was das bedeuten kann, hat man erst vor zwei Jahren erlebt, als Hamilton mit sogar 17 Punkten Vorsprung in die beiden letzten Rennen gegangen war und letztlich den Titel doch noch knapp an Kimi Räikkönen verloren hatte. “In der Meisterschaft schaut es nun natürlich viel besser aus. Aber es ist doch noch ein Riesenbrocken und wir werden bis zum Schluss kämpfen. Es wäre schön, wenn noch mehr Rennen wären”, meinte der Sieger, der nach der Zieldurchfahrt seine ganze Freude noch im Cockpit laus herausgebrüllt hatte. “Das war unser Tag. Das Auto war fantastisch”, jubelte Vettel.

Der Jungspund aus Heppenheim bewies im Land der aufgehenden Sonne, dass er wie angekündigt bis zum letzten Moment um den Titel kämpfen wird und drückte getreu nach Alphaville (“Big in Japan”) dem ganzen Wochenende in Suzuka den Stempel auf. Pole-Position und souveräner Rennsieg, nur die schnellste Rennrunde wurde Vettel kurz vor Schluss ausgerechnet vom nur noch zu Testzwecken fahrenden Teamkollegen Mark Webber entrissen.

Vettel wird es verschmerzen, hielt er doch mit seinem dritten Saisonsieg die WM-Chance am Leben. Nur der Start war umkämpft, danach zog der Deutsche im überlegenen RB5 unaufhaltsam davon und lag so klar in Front, dass ihn weder schwache Boxenstopps noch eine späte Safety-Car-Phase in Gefahr brachten. Vettel war so überlegen, dass er sich am Ende mit weichen Reifen sogar den Spaß erlauben konnte, die schnellste Rennrunde zu drehen.

Nach einer Ermahnung aus der Box ließ Vettel aber gleich wieder nach und das war gut so. Denn der junge und sichtlich überforderte Toro-Rosso-Fahrer Jaime Alguersari crashte in dem bis dahin relativ ereignislosen Rennen zehn Runden vor Schluss in der 300 km/h schnellen R130 heftigst, durch die folgende Safety-Car-Phase rückte das Feld wieder dicht zusammen.

In dieser Phase passierte die Szene, die letztlich dazu führte, dass auch die Konstrukteurs-WM zumindest auf dem Papier noch offen ist. Nico Rosberg nutzte das Safety-Car für einen Boxenstopp und behielt somit Platz fünf. Dagegen protestierte später zwar Brawn-GP, weil Rosberg den letzten Sektor unter Gelb zu schnell absolviert hatte. Der Protest wurde aber abgewiesen und die beiden Brawns bleiben auf den Plätzen sieben (Rubens Barrichello) und acht (Button) “picken”, womit noch ein Punkt zum Konstrukteurstitel fehlt.

Und das, obwohl Barrichello selbst nach einer “Rückversetzung” um fünf Plätze in der Startaufstellung nur einen Platz verloren hatte und als Sechster gestartet war. “Das Wichtigste war, dass ich einen Punkt auf Jenson wettgemacht habe”, sagte Barrichello. Bei nun 14 Zählern Rückstand auf den Teamkollegen ist der Brasilianer weiter im Titelrennen und jetzt kommt sein Heimrennen in Brasilien. Der nur als Zehnter gestartete Button sah es genau umgekehrt. “Ich habe viel auf Vettel, aber nur wenig auf Rubens verloren. In Brasilien und in Abu Dhabi wird unser Auto wieder besser sein”, gab sich der Brite zuversichtlich.

Der Fight zwischen Barrichello und dem weiterhin schwächelnden Button könnte zur Riesenchance für Vettel werden, der nun mit Buttons erstem Verfolger fast gleichauf liegt. Vettel versuchte aber, auf dem Boden zu bleiben. “Wir konzentrieren uns darauf, weiter zu gewinnen. Was auch immer Rubens und Jenson tun, liegt in deren Händen. Zumindest heute fühle ich mich aber großartig. Ich hatte eine Menge Spaß”, sagte Vettel.

Auch wenn die Titelentscheidung offen ist, abseits der Bundeshymne für das RBR-Team gab es für Red Bull in Japan nicht viel zu Jubeln. Webber wurde nach fünf Boxenstopps nur Letzter und bei Toro Rosso fielen beide Jungspunde aus. “Ich wusste immer schon, dass Japan ein teures Land ist”, seufzte Teamchef Franz Tost angesichts der Crashorgie von Alguersari.

Nicht am Start in Japan war der zweite Toyota mit Timo Glock. Der Deutsche war am Samstag im Qualifying nach einem Fahrfehler schwer verunglückt und hatte dabei eine große Schnittwunde an der linken Kniekehle erlitten. Glock wohnte dem Rennen aber auf Krücken bei.

Endstand Japan-GP nach 53 Runden a 5,807 km = 307,573 km
  1.  Sebastian Vettel (GER)     Red-Bull-Renault    01:28:20,443 St.
      (Durchschnittsgeschwindigkeit: 208,900 km/h)
  2.  Jarno Trulli (ITA)         Toyota              +  00:04,877
  3.  Lewis Hamilton (GBR)       McLaren-Mercedes    +  00:06,472
  4.  Kimi Räikkönen (FIN)       Ferrari             +  00:07,940
  5.  Nico Rosberg (GER)         Williams-Toyota     +  00:08,793
  6.  Nick Heidfeld (GER)        BMW-Sauber          +  00:09,509
  7.  Rubens Barrichello (BRA)   Brawn-Mercedes      +  00:10,641
  8.  Jenson Button (GBR)        Brawn-Mercedes      +  00:11,474
  9.  Robert Kubica (POL)        BMW-Sauber          +  00:11,777
 10.  Fernando Alonso (ESP)      Renault             +  00:13,065
 11.  Heikki Kovalainen (FIN)    McLaren-Mercedes    +  00:13,735
 12.  Giancarlo Fisichella (ITA) Ferrari             +  00:14,596
 13.  Adrian Sutil (GER)         Force India-Mercedes+  00:14,959
 14.  Vitantonio Liuzzi (ITA)    Force India-Mercedes+  00:15,734
 15.  Kazuki Nakajima (JPN)      Williams-Toyota     +  00:17,973
 16.  Romain Grosjean (FRA)      Renault             +  01 Runde
 17.  Mark Webber (AUS)          Red-Bull-Renault    +  02 Runden
WM-Stand (nach 15 von 17 Rennen):
  1.  Jenson Button (GBR)         Brawn-Mercedes        85
  2.  Rubens Barrichello (BRA)    Brawn-Mercedes        71
  3.  Sebastian Vettel (GER)      Red-Bull-Renault      69
  4.  Mark Webber (AUS)           Red-Bull-Renault      51,5
  5.  Kimi Räikkönen (FIN)        Ferrari               45
  6.  Lewis Hamilton (GBR)        McLaren-Mercedes      43
  7.  Nico Rosberg (GER)          Williams-Toyota       34,5
  8.  Jarno Trulli (ITA)          Toyota                30,5
  9.  Fernando Alonso (ESP)       Renault               26
 10.  Timo Glock (GER)            Toyota                24
 11.  Felipe Massa (BRA)          Ferrari               22
 12.  Heikki Kovalainen (FIN)     McLaren-Mercedes      22
 13.  Nick Heidfeld (GER)         BMW-Sauber            15
 14.  Robert Kubica (POL)         BMW-Sauber             9
 15.  Giancarlo Fisichella (ITA)  Force India-Mercedes   8
 16.  Adrian Sutil (GER)          Force India-Mercedes   5
 17.  Sebastien Buemi (SUI)       Toro-Rosso-Ferrari     3
 18.  Sebastien Bourdais (FRA)    Toro-Rosso-Ferrari     2
Konstrukteurs-WM:
  1. Brawn-Mercedes       156
  2. Red-Bull-Renault     120,5
  3. Ferrari               67
  4. McLaren-Mercedes      65
  5. Toyota                54,5
  6. Williams-Toyota       34,5
  7. Renault               26
  8. BMW-Sauber            24
  9. Force India-Mercedes  13
 10. Toro-Rosso-Ferrari     5
 

Nächstes Rennen: Grand-Prix von Brasilien am 18. Oktober in Sao Paulo

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