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Wissenschafter aus aller Welt fordern Ächtung von "Killer-Robotern"

Forscher warnen vor Rüstungswettlauf mit autonomen Waffen.
Forscher warnen vor Rüstungswettlauf mit autonomen Waffen. ©AP
Renommierte Wissenschafter und Robotik-Experten aus zahlreichen Ländern haben eine Ächtung sogenannter Killer-Roboter gefordert. Autonome Waffen, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) ohne menschliche Einwirkung Angriffsziele auswählen können, müssten verboten werden.

Dies verlangten mehr als tausend Forscher, Computer-Experten und Mitarbeiter von führenden Internet-Unternehmen wie Google am Dienstag in einem offenen Brief. Zu den Unterzeichnern gehören auch der britische Astrophysiker Stephen Hawking, der Mitbegründer des Apple-Konzerns, Steve Wozniak, Physik-Nobelpreisträger Frank Wilczek sowie der frühere Softwareentwickler und Science-Fiction-Autor Daniel Suarez.

“Dritte Revolution bei der Kriegsführung”

Angesichts der rasanten Entwicklungen bei der künstlichen Intelligenz sei der Einsatz intelligenter Kriegsmaschinen wie im Film “Terminator” “nicht erst in Jahrzehnten, sondern bereits in einigen Jahren” möglich, hieß es in dem Schreiben, das zur Eröffnung einer internationalen Konferenz über Künstliche Intelligenz in Buenos Aires veröffentlicht wurde. Die Risiken seien hoch, denn KI-Waffen würden als die “dritte Revolution bei der Kriegsführung, nach dem Schwarzpulver und der Atomwaffe” beschrieben.

Sollte eine führende Militärmacht mit Killer-Robotern vorangehen, wäre ein globales Wettrüsten “unvermeidbar”, warnten die Unterzeichner. Im Gegensatz zu Atomwaffen aber seien die Tötungsmaschinen weder teuer, noch würden für sie schwer zugängliche Rohstoffe benötigt. Es wäre dann nur noch eine Frage der Zeit, bis KI-Waffen auf dem Schwarzmarkt auftauchten oder in die Hände von Terroristen und Diktatoren gelangten. “Die Kernfrage für die Menschheit lautet heute, ob sie einen globalen Rüstungswettlauf mit solchen Waffen starten oder diesen verhindern will.”

Genies fordern Verbot

Roboterwaffen wären zudem ein ideales Instrument, um Nationen zu destabilisieren, die Bevölkerung zu unterwerfen oder ethnische Gruppen gezielt auszurotten, heißt es in dem offenen Brief weiter. Die Unterzeichner forderten darin ein generelles “Verbot offensiver, autonomer Waffensysteme ohne ernst zu nehmende menschliche Kontrolle”.

Der Appell wurde auch von Professoren an Elite-Universitäten in zahlreichen Ländern sowie von führenden Mitarbeitern großer Technologiekonzerne unterschrieben.

(APA)

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