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Wirbelsturm "Olga" bedroht Karibik

Zwei Wochen nach dem offiziellen Ende der Hurrikansaison bedroht Tropensturm „Olga“ die Karibik. Betroffen sind vor allem die Großen Antillen mit Puerto Rico sowie die Dominikanische Republik und Haiti.

In der Dominikanischen Republik gaben die Behörden am Dienstag eine Warnung für die Nordküste heraus. Befürchtet werden vor allem heftige Regenfälle mit örtlich 200 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter. Dadurch besteht die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen. Ende Oktober waren in der Region mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen, als der Sturm „Noel“ die Inseln überquerte.

„Dezember-Stürme in der Karibik sind ungewöhnlich“, sagte der deutsche Hurrikanexperte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia. „Bisher hatten wir seit Beginn der Aufzeichnungen erst zehn solcher Stürme registriert, die meisten davon bedrohten kein Land.“ Auffällig ist laut Sävert, dass sich allein seit 1998 acht solcher „Nachzügler- Stürme“ bildeten. Ob es einen Zusammenhang mit der Klimaerwärmung gibt, sei allerdings nicht bekannt.

Die Hurrikansaison 2007, die am 30. November zu Ende ging, verlief ungewöhnlich. Insgesamt zogen 15 Stürme über den Atlantik, von denen sich sechs zu Hurrikans entwickelten. Im langjährigen Mittel treten zehn bis elf dieser Stürme auf. Die meisten Stürme und Hurrikans der Saison 2007 waren nur kurzlebig und richteten kaum Schäden an. Allerdings fielen auch mehrere Rekorde. So trafen zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen zwei Hurrikans der höchsten Kategorie 5 in einem Jahr mit dieser Stärke auf Land. Die Wirbelstürme „Dean“ und „Felix“ rissen in Mittelamerika mehr als 100 Menschen in den Tod und richteten Schäden in Milliardenhöhe an.

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