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Wirbel um Telekom Austria: Fürs Nichtstun jeden Monat 3.600 Euro bis zur Pension?

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Themenbild ©APA - HARALD SCHNEIDER
"profil"-Enthüllung: Eine frühere Spitzen-Gewerkschafterin bekommt offenbar die nächsten 10 Jahre ein lukratives Entgelt von der A1 Telekom Austria bezahlt - ohne dafür auch nur einen einzigen Tag arbeiten zu müssen.

Das Nachrichtenmagazin "profil" enthüllt in seiner neuen Ausgabe: Die frühere stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten bekommt von der A1 Telekom Austria bis Februar 2030 ein Monatsentgelt von schätzungsweise 3600 Euro - ohne dafür arbeiten zu müssen!

Großzügiges Entgelt statt neuem Arbeitsplatz im Unternehmen

Bei den Personalvertretungswahlen im Herbst 2019 verpasste sie ein Mandat. Statt ihr einen Arbeitsplatz im Unternehmen zuzuweisen, vereinbarten laut "profil"-Bericht die Telekom-Vorstände Marcus Grausam und Sonja Wallner im Dezember 2019 eine großzügige Regelung mit Silvia Bauer.

Demnach bleibt die frühere Personalvertreterin bis zur ihrer Pensionierung 2030 in der Telekom Austria beschäftigt, wird allerdings auf Dauer vom Dienst freigestellt.

Teil der "profil" vorliegenden Vereinbarung ist auch eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 24 Monatsentgelten, die auf Bauers Wunsch seit Jahresbeginn 2020 vorab monatlich mit dem laufenden Entgelt ausgezahlt wird.

Für die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) saß Silvia Bauer jahrelang im Zentralausschuss der A1 Telekom Austria und war von 2012 bis 2018 sogar Aufsichtsrätin der Konzernholding Telekom Austria Group.

Keine Reaktion der Telekom

Warum der Telekom-Vorstand eine derart großzügige Regelung gewährte, blieb auf "profil"-Nachfrage unbeantwortet. Laut einem Telekom-Sprecher werde "über individuelle Daten zu Mitarbeitern aus datenschutzrechtlichen Gründen" keine Auskunft erteilt.

GPF: Es gibt keine Privilegien für Gewerkschafter

Gemeldet hat sich dafür die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten. "Der avisierte profil-Artikel zeigt wieder einmal sehr deutlich, welche unseriösen Angriffe immer wieder gegenüber der GPF und der Arbeitnehmervertretung in der A1-Telekom gestartet werden," meint Helmut Köstinger, Bundesvorsitzender der GPF, zu den Vorwürfen des "profil".

Köstinger stellt in einer Aussendung klar, dass "der Fall Bauer weder etwas mit der GPF noch mit der FSG zu tun hat. Frau Bauer hat ihre Funktion als Stellvertretende Vorsitzende bereits 2015 zurückgelegt und hatte seit 2018 kein Mandat in der A1-Telekom".

Weiters wird in dem Schreiben klargestellt, dass weder die GPF noch die FSG in die Vereinbarung zwischen der A1-Telekom und Frau Bauer eingebunden waren und daher auch beide keine Details dazu kennen.

"Fakt ist, dass Frau Bauer zum Zeitpunkt ihrer Vereinbarung mit der A1-Telekom keine Funktionärin der GPF und auch keine Funktionärin der FSG war und in den letzten Jahren tausende ähnliche individuelle Vereinbarungen zwischen dem Arbeitgeber A1-Telekom AG und ArbeitnehmerInnen getroffen wurden," sagt Köstinger.

Der GPF-Vorsitzende meint zum Schluss: "Es wäre an der Zeit, die unseriösen Angriffe seitens profil gegenüber der GPF und der FSG in der GPF einzustellen und die herausragenden Leistungen der vielen GPF-FunktionärInnen hervorzuheben."

(Red.)

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