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Wirbel um Mai-Gästezahlen

Schwarzach - Kopfschütteln hat am Dienstag in Vorarlberg die Meldung der Statistik Austria ausgelöst, dass die Zahl der Gästeankünfte im Mai bundes- bzw. landesweit um rund 9, jene der Gästenächtigungen in Österreich um fast 12, in Vorarlberg gar um fast 16 Prozent rückläufig war. Insbesondere beim deutschen Gast, so die Wiener Oberstatistiker, sei ein "Einbruch" hinzunehmen gewesen.

„Das grenzt schon an Irreführung. Beim Vergleich mit dem Vorjahr gilt es zu berücksichtigen, dass 2008 fast ein ,Jahrtausend-Mai’ gegeben war, indem sämtliche Feiertage (Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam) in diesen Monat fielen. Heuer lagen im Mai nur Christi Himmelfahrt und Pfingstsonntag, der Rest verschob sich in den Juni. Wenn wir 2007 als Basis nehmen, legten die Nächtigungen heuer in Vorarlberg sogar um 5,2 Prozent zu – obwohl damals Christi Himmelfahrt und das gesamte Pfingstwochenende den Mai begünstigt hatten“, stellte Hubert Salzgeber, Geschäftsführer der Tourismussparte in der Wirtschaftskammer, die Dinge ins Lot.

Der Direktor von Vorarlberg Tourismus, Mag. Christian Schützinger, verweist auf die Landesstelle für Statistik, die „den Mai gar nie separat publiziert, eben weil nur Mai und Juni gesamt betrachtet eine Aussagekraft besitzen“. Der für uns überdurchschnittlich wichtige deutsche Herkunftsmarkt sei eben „jener, der die verlängerten Wochenenden bucht, und die fielen heuer nun mal in den Juni“, so Schützinger. Und welche Sommer-Prognose traut sich Vorarlbergs Obertouristiker nach nunmehr acht Saisonwochen zu? Schützinger: „Die Einschätzung des WIFO für Österreich besagt ein Minus von 3,9 Prozent. Vorarlberg hat einen deutlich höheren Anteil an Kurzaufenthalten, also auch eine höhere Schwankungsbreite von sagen wir 0 bis 5 Prozent. Ob unterm Strich eher null Prozent Rückgang oder eher fünf Prozent stehen werden, hängt gewaltig vom Wetter für die Kurzurlaube ab, also von der Beschaffenheit der Wochenenden der kommenden Monate“, erklärt Schützinger.

Aktuell schon sehr gut gebucht sind vor allem zur Festspielzeit Betriebe im Rheintal, im September und Oktober sorgen dort überdies Kongresse für erfreuliche Perspektiven. Keine Prognose wagt man derzeit im Montafon, wo die Buchungen extrem kurzfristig eintrudeln. Positiven Stimulans erhofft man sich freilich von einer Wanderkampagne, die in den Benelux-Ländern beworben wurde. Der Bregenzerwald verdankt die wichtigsten Impulse Kulturtouristen bzw. der Schubertiade, auch nach Familienferien im August herrscht rege Nachfrage. Genügend freie Kapazitäten werden freilich noch in sämtlichen Destinationen und Kategorien gemeldet.

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