"Wir sind bereit"

Die griechischen Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 2004 scheinen den Wettlauf mit der Zeit gewonnen zu haben.

„Wir sind bereit, hervorragende und sichere Olympische Spiele auszutragen“, erklärte Ministerpräsident Kostas Karamanlis nach einer Besichtigung des Olympia-Komplexes OAKA. Es sei gelungen, sowohl die Sportstätten als auch die nötige Infrastruktur rechtzeitig fertig zu stellen.

Bei seiner ausführlichen Tour durch den OAKA-Komplex besichtigte Karamanlis am Dienstagabend das Velodrom, die Tennis-Arena, das Schwimm-Stadion und das Olympiastadion „Spyridon Louis“, wo die XXVIII. Olympischen Spiele am 13. August eröffnet werden. „In wenigen Tagen werden wir Griechen von hier aus unsere Nachricht an die Welt schicken – eine Botschaft des Friedens, der Verbrüderung und der Kooperation“, sagte Karamanlis.

Die 74.000 Zuschauer fassende Arena, in der neben der Eröffnungs- und Abschlussfeier die Leichtathletik-Wettbewerbe stattfinden, ist derzeit hermetisch abgeriegelt. Dies ist Teil der verschärften Sicherheitsmaßnahmen, die mehr als eine Milliarde Euro kosten werden. „Es ist der bisher größte Armee-Einsatz in Friedenszeiten“, sagte ATHOC-Chefin Gianna Angelopoulos-Daskalaki.

Insgesamt 70.000 Kräfte der Armee, Polizei, Küstenwache und Feuerwehr sind im Einsatz, um mögliche Anschläge zu verhindern. 300 Scharfschützen sichern die Olympia-Anlagen und demonstrieren damit zusätzlich die allgegenwärtige Präsenz der Sicherheitsbeamten. Auch aus der Luft wird das Land permanent überwacht.

Ganz andere Absichten haben viele Arbeitnehmer in Athen. Am Mittwoch streikten die Hotel-Angestellten und die Notärzte, um ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern. Zuvor waren bereits Athens Busfahrer vorübergehend in den Ausstand getreten. „Wir werden so lange streiken, bis es eine Einigung gibt“, sagte ein Gewerkschaftssprecher des griechischen Notarztdienstes.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
Kommentare
Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.